Rocknacht

25.11.2017
Festhalle Thalfang




1. Mannschaft Saison 2011/12

Hinten (v.l.n.r.): Michael Heib, Marco Schömer, Christian Blatt, Frieder Krause, Peter Staudt, Philipp Räsch, Benedikt Hoff, Florian Schmidt, Mathias Paul, Simon Leichtweiß, Trainer Peter Petry

Vorne (v.l.n.r.): Robin Blatt, Favour Odigie, Peter Vochtel, Simon Klein, Dennis Kaufmann, Timo Klein, Fabian Zender, Hichem Boughaba

Es fehlen: Mike Kaufmann, Simon Krause, Sebastian Bollig

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Saisonanalyse

Liebe Sportfreunde,

Eine bewegte Saison geht in den nächsten beiden Wochen dem Ende zu, vielleicht eine der bewegendsten und aufregendsten der letzten Jahre. Der Abstieg in die B-Klasse ist beschlossene Sache und die Planungen für die kommende Spielzeit laufen an. Bei einem Blick zurück wage ich wie letzte Saison chronologisch und faktisch eine Analyse und ein Fazit der zurückliegenden Spielzeit.

Im Mai 2011 schließen die Sportfreunde ihre bislang stärkste A-Klasse-Saison ab. Platz 10 mit 46 Punkten aus 30 Spielen bedeutet ein sehr ordentliches Ergebnis mit viel Vorfreude auf die neue Saison, in der es keine Abgänge und Verstärkung aus Berglicht sowie dem Jugendbereich gibt. Mit einem auf dem Papier breiten Kader starten die Sportfreunde mit ihren Trainer Peter Petry in ihre 4. A-Klasse-Saison hintereinander.
Der Start misslingt gründlich. Nach knappen Siegen im Pokal folgen fünf Niederlagen nacheinander, erst Ende September wird der erste Punkt geholt und Ergebnisse wie das 1:7 in Landscheid oder das 2:4 in Dreis werden als Ausrutscher gewertet. Doch nach vier verheerenden Niederlagen binnen sechs Spielen und bis dato erst einem Sieg beginnt man zu begreifen, dass es nur gegen den Abstieg geht. Harsche Kritik hagelt auf das Team von Peter Petry ein, der nach dem 6:1-Sieg gegen Klausen überraschend seinen Rücktritt bekannt gibt. Private, nicht sportliche Gründe, sind wie er betont der Ausgangspunkt. Michael Heib übernimmt interimsweise bis zur nahenden Winterpause, bis zu der man mit einem weiteren Sieg gegen Mülheim wieder auf Tuchfühlung mit dem rettenden Ufer geht.
Winterpause. Die Sportfreunde präsentieren mit Michael Heib ihre Lösung für den Rest der Saison. Der Abteilungsleiter Fußball kennt die Mannschaft gut und geht mit frischem Wind an die Arbeit. Es melden sich zum Rückrundenstart alle Spieler (außer unsere 2 Abgänge) wieder fit, waren doch in der Hinrunde gleich vier Stammspieler verletzt ausgefallen. Mit einem Punkt aus den ersten fünf Partien geht es im April in die alles entscheidenden Spiele gegen Bernkastel und Haag. Bis dato musste das Team erneute Ausfälle, wie z.B. von Leistungsträger Florian Schmidt und Mike Kaufmann verkraften. Nach 7 Minuten war es fast schon vorbei. Die Heib-Elf verschlief die Anfangsphase in Bernkastel und lief nach frühem Anschlusstreffer 80 Minuten lang dem Rückstand hinterher – vergebens. Es war vielleicht der Knackpunkt der Saison, denn auch anschließend verpasste man es erneut knapp Zählbares mitzunehmen.

Nach dieser kurzen Chronologie kommen wir nun zu Daten und Fakten, die den Abstieg nachvollziehbar machen. Wie in den Berichten oft umschrieben und wiederholt liegen die Hauptgründe eigentlich auf der Hand. Wer mit 31 Treffern (0.77 pro Spiel) und 0 Punkten die schlechteste Offensive und Auswärtsausbeute der Klasse stellt, hat in dieser nichts zu suchen. Das Team ist offensiv einfach zu harmlos. Gerade einmal 8 Treffer gelangen 2012, 3 davon per Elfmeter. Hinzu kommen die Unzulänglichkeiten in der Defensive, die auch den schlechtesten Wert der Klasse stellt. Auffallend ist, dass die Gegentreffer meist entweder ganz zu Beginn des Spiels fallen oder in der zweiten Halbzeit bzw. gen Ende des Spiels. Eine Konsequenz, die den frühen Gegentoren folgt: Unser Team konnte in 24 Spielen erst 4 Mal (!) in Führung gehen. Die späten Gegentore sind wohl ein Beleg dafür, dass unserem Team in Hälfte zwei des Öfteren die Kraft ausging, sicherlich auch der Tribut dafür, dass man oft Rückständen hinterherlief – ein Teufelskreis!
Ungewöhnlich war auch die hohe Anzahl der Elfmetergegentore sowie der 10. Platz in der Fairnesstabelle (3 gelb-rote und 1 rote Karte), was sicherlich seinen Grund im Abstiegskampf hat.

Die Zahlen untermauern eindeutig, dass der Abstieg verdient ist. Andere Faktoren haben es unserem Team aber auch sehr schwierig gemacht in dieser Saison. Punkt 1, wie angesprochen die Personalsituation. Nie wurde dieselbe Elf hintereinander auf den Platz geschickt und so war die Aufstellung stetig eine Lotterie. Eine Zahl, die das eindrucksvoll beweist: 31 Spieler kamen in dieser Saison zum Einsatz! Was das Team – genauer gesagt was kein Team kompensieren kann ist die hohe Anzahl an Verletzten und Fehlenden. Da traf es fast jeden und was noch schwerer wiegt viele Leistungsträger: Benedikt Hoff, Florian Schmidt, Mike Kaufmann, Peter Staudt, Simon Leichtweiß um nur einige aufzuzählen. Punkt 2, der Trainingsbetrieb. Was man unserem Team kaum vorwerfen kann, ist die mangelnde Trainingsbeteiligung unter der Woche. Gründe: Studium, Schichtarbeit, Verletzte. So kannst du die Klasse nicht halten, so kannst du die Mannschaft fitnesstechnisch und taktisch nicht auf einen Nenner bekommen. Punkt 3, die gesteigerte Qualität der Klasse. Wie von Bene Hoff im Interview angedeutet hat die A-Klasse v.a. mit den Bezirksligaabsteigern Buchholz und Traben-Trarbach und der Spielgemeinschaft Landscheid/ Binsfeld enorm an Potenzial gewonnen. Es gab auch nicht mehr wie in der letzten Saison mit 5 Aufsteigern derartige Punktelieferanten.

Bevor ich zu sehr ausschweife, fassen wir zusammen: Ein alles in allem verdienter und schwer zu bekämpfender Abstieg in die B-Klasse, aus dem man aber möglichst viel mitnehmen sollte für die Zukunft.
Es gab auch einiges Positives aus der Saison mitzunehmen. An erster Stelle ist Trainer Michael Heib ein großes Lob und Dankeschön auszusprechen, der neben Job und Familie mit viel Feingefühl und Energie versuchte, das Team aus der Abstiegszone herauszuführen.
Direkt anschließend ist auch hervorzuheben, wie eng 1. und 2. Mannschaft im Laufe der Saison auch zusammengerückt sind. Da erinnert man sich gerne an das volle Haus in Hilscheid und natürlich an die Heimspiele unserer 1. Mannschaft, zu denen die Banden immer voll belehnt wurden.
Hierbei ist das größte Dankeschön auszusprechen, unseren Zuschauern und Fans. Trotz der negativen Ergebnisse und Auswärtsauftritte kamen immer horrende Summen an Zuschauern auf unseren Kunstrasen, um unsere Elf anzufeuern. Dies hat unseren Jungs in puncto Motivation immer einige Prozente gegeben, waren doch die Leistungen zuhause in weiten Teilen positiv. An dieser Stelle für die tatkräftige und zahlreiche Unterstützung ein von Herzen kommendes Danke! Weiterhin positiv zu bemerken ist die Steigerung des Teams in der Rückrunde. Man ist anders als in der Hinrunde nicht so „unter die Räder gekommen“ (M. Heib) und hielt in fast jeder Partie gut mit. Lichtblicke der Saison: Unsere jungen Spieler, zuletzt vor allem der ins Team drängende Felix Paul, der seinen im Winter gewechselten Bruder beinahe vergessen macht.

Eine lange und schwierige Saison geht zu Ende und die Sommerpause und die EM nahen. Mit diesen Zahlen und den genannten Gründen ist der Abstieg sicherlich besser nachzuvollziehen und so fällt die Aufarbeitung vielleicht einfacher. Nun gilt es in den letzten Spielen noch einmal alles zu geben und mit Würde die Saison zu beenden, bevor man die Köpfe wieder frei und den Energiehaushalt wieder voll tanken kann.


Bis dahin, bleiben Sie sportlich!

Roland Krause
Pressewart

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Pokalwettbewerbe

VG Pokal in Gielert

Analyse: Am letzten Juli-Sonntag war es wieder soweit. Der prestigeträchtige und traditionelle VG-Pokal stand an. Austragungsort war in diesem Jahr Gielert. In Gruppe 1 standen sich Gastgeber Gielert, Berglicht und Büdlich-Breit gegenüber. Die Sportfreunde maßen sich in Gruppe 2 mit Horath, Heidenburg und Hilscheid.

Im Finale unterlag man dem FC Büdlich-Breit nach Elfmeterschießen.

Hier die Ergebnisübersicht:

Gruppe 1:

FC Gielert
SV Berglicht
FC Gielert

-
-
-

FC Büdlich-Breit
FC Büdlich-Breit
SV Berglicht

1:1
1:1
2:1

Platz

Mannschaft

Pkt.

1.
2.
3.

FC Gielert
FC Büdlich-Breit
SV Berglicht

4
2
1

Gruppe 2:

Spfr. Thalfang
SV Heidenburg
Spfr. Thalfang
DJK Horath
Spfr. Thalfang
FC Hilscheid

-
-
-
-
-
-

DJK Horath
FC Hilscheid
FC Hilscheid
SV Heidenburg
SV Heidenburg
DJK Horath

0:0
1:0
2:0
0:0
1:0
0:1

Platz

Mannschaft

Punkte

1.
2.
3.
4.

Spfr. Thalfang
DJK Horath
SV Heidenburg
FC Hilscheid

7
5
4
1

 

Bitburger - Kreispokal

1. Runde, Samstag, 07.08.11, 18.00 Uhr in Gornhausen:                  
FC Bischofsdhron - Spfr. Thalfang 1:3 (1:1) n.V.                                
Torschützen: Florian Schmidt (2x, 1 per FE), Frieder Krause

2. Runde, Sonntag, 14.08.11, 18.00 Uhr in Monzelfeld:
                     
SG Monzelfeld - Spfr. Thalfang 0:1 (0:0)                                
Torschütze: Christian Blatt

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Ergebnisübersicht

Rückrunde 2012:

Ergebnis

Heim

 

Gast

1:6
5:2
0:0
4:1
0:2
3:2
1:2
2:1
0:3
2:3
1:0

Spfr. Thalfang
SV Hetzerath
Spfr. Thalfang
FSV Salmrohr II
Spfr. Thalfang
Spvgg. Bernkastel-Kues
Spfr. Thalfang
SV Gonzerath
Spfr. Thalfang
Spfr. Thalfang
SV Klausen

-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-

SG Niederkail
Spfr. Thalfang
SV Dreis

Spfr. Thalfang
SG Buchholz
Spfr. Thalfang
SG Haag
Spfr. Thalfang
SG Lüxem II
SG Traben-Trarbach
Spfr. Thalfang

Das Jahr 2011:

Tag, Datum

Heim

 

Gast

Ergebnis

So, 07.08.11
So, 14.07.11 
So, 21.08.11
So, 28.08.11
So, 04.09.11
So, 11.09.11
So, 18.09.11
Fr, 24.09.11
So, 02.10.11
So, 09.10.11
Sa, 15.10.11
So, 23.10.11
So, 06.11.11
So, 13.11.11
So, 20.11.11
So, 27.11.11
So, 04.12.11

FC Bischofsdhron
SG Monzelfeld
Spvgg. Mülheim-Bb.
Spfr. Thalfang
SG Niederkail
Spfr. Thalfang
SV Dreis
Spfr. Thalfang
SG Buchholz
Spfr. Thalfang
SG Haag
Spfr. Thalfang
SG Lüxem II
SG Traben-Trarbach
Spfr. Thalfang
Spfr. Thalfang
SV Zeltingen-Rachtig

-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-

Spfr. Thalfang
Spfr. Thalfang
Spfr. Thalfang
SV Zeltingen-Rachtig
Spfr. Thalfang
SV Hetzerath
Spfr. Thalfang
FSV Salmrohr II
Spfr. Thalfang
Spvgg. Bernkastel-Kues
Spfr. Thalfang
SV Gonzerath
Spfr. Thalfang
Spfr. Thalfang
SV Klausen
Spvgg. Mülheim-Bb.
Spfr. Thalfang

1:3 n.V.
0:1
3:2
3:4
7:1
1:2
4:2
1:1
8:1
1:0
6:0
2:3
6:0
5:0
6:1
2:1
2:1

Info: Die A-Klasse wurde diese Saison von 16 auf 14 Teams reduziert. Damit ist wieder der gewohnte Modus der Jahre zuvor eingestellt. Bedeutet: Die englischen Wochen der Vorsaison fallen weg! Mit der SG Landscheid und der SG Binsfeld sowie dem SV Wittlich und der SG Lüxem II haben sich jeweils zwei Vereine zusammengeschlossen (jetzt SG Niederkail und SG Lüxem II).

Als Absteiger bereichern die SG Bruchholz sowie SG Traben-Trarbach die Liga, Aufsteiger sind somit SG Lüxem II, SV Dreis (beide B-Klasse Staffel II) und die Spielvereinigung Bernkastel-Kues (B-Klasse Staffel I). Bekannt sind davon Dreis und Traben-Trarbach, die schon vor zwei Jahren in der A-Klasse rangierten und nach einem Jahr B-Klasse bzw. Bezirksliga zurück sind in der A-Klasse.

Zudem finden Heim- und Auswärtsspiele in einem kontinuierlichem Wechsel statt, die Zeiten sind auch leicht zu merken: Immer sonntags um 14.30 Uhr! Weiterer Top-Fact: Es gibt keinen Hartplatz mehr in der gesamten Klasse!

Spielerstatistik:

Name

Vorname

Spiele

Anf.

Ein

Aus

Tore

Blatt
Blatt
Boughaba
Bollig
Grigo
Hoff
Leichtweiß 
Kaufmann
Kaufmann
Klein
Klein
Krause
Krause
Paul
Odigie
Räsch
Schmidt
Staudt
Vochtel
Zender
Pestemer
Bonertz
Töppler
Krause
Wendorff
Mehlig
Schömer
Schnettler
Pfeiffer
Paul
Heib
Klein
Hussels

Christian
Robin
Hichem
Sebastian
Jonas
Benedikt
Simon
Dennis
Mike
Timo
Simon
Frieder (C)
Simon
Mathias
Favour
Philipp
Florian
Peter
Peter
Fabian
Max
Alexander
Sebastian
Roland
Daniel
Robert
Timo
Christian
Andreas
Felix
Michael
Kim
Daniel

17
20
11
19
4
19
10
21
8
21
2
23
20
13
18
10
17
11
23
16
4
4
1
3
6
5
9
2
1
4
3
1
1

13
11
10
15
4
19
9
18
8
21
1
23
17
13
17
2
16
10
23
7
3
-
-
-
1
1
7
1
-
4
2
-
1

4
9
1
4
-
-
1
3
-
-
1
-
3
-
1
8
1
1
-
9
1
4
1
3
5
4
2
1
1
-
1
1
-

7
5
1
3
2
3
6
5
1
8
-
-
3
-
-
2
-
1
-
3
3
-
-
-
-
-
1
1
-
-
-
-
-

3
2
-
1
1
5
-
4
-
-
-
4
-
-
8
-
5
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-


Spielberichte:

So, 13.05.12, 14.30 Uhr:                                                                              

Spfr. Thalfang - SG Traben-Trarbach 2:3 (0:1)

Aufstellung: M. Heib - F. Krause (C), S. Krause, Bollig - T. Klein, Hoff - D. Kaufmann, F. Paul, T. Schömer - M. Kaufmann, R. Blatt

Tore: Robin Blatt (2x)

Symptomatik und Sympathie

In ihrem letzten Heimspiel dieser Saison, der 4. A-Klasse-Saison, empfingen die Sportfreunde noch einmal ein echtes Top-Team. Mit Traben-Trarbach kam ein ambitionierter Aufstiegsaspirant in den Hunsrück, der punktgleich mit Niederkail um den Wechsel in die Bezirksliga kämpft.

Für das Team von Trainer Michael Heib steht der Abstieg schon länger fest. Ziel war es aber vor heimischem Publikum natürlich, die letzten Kräfte noch einmal zu mobilisieren und sich mit Würde zu verabschieden. Die Leistungen in den letzten Spielen war trotz der sportlich wenig reizvollen Perspektive sehr ordentlich und so wollte man mit Leidenschaft ans Werk gehen, zumal man nur so gegen einen solch starken Gegner ankommen kann.

Und von Beginn an funktionierte dies recht gut. Es herrschten Ordnung und Disziplin - klar machte Weiß-Blau das Spiel - und man verteidigte aufopferungsvoll. Es wurden kaum Laufwege gescheut und so kam man rasch über Kampf in das Spiel und die Zweikämpfe. Zwar geriet man nach einem Elfmeter, einer von vielen in dieser Spielzeit, in Rückstand, doch zeigte unsere Elf eine gute Einstellung zur Sache, was die Titulierung zur Folge hat. Symptomatik und Sympathie gingen im heutigen Spiel Hand in Hand.

Symptomatisch der Rückstand: Inkonsequentes Defensivverhalten, endend in einem stümperhaften Foul, das man durchaus ahnden kann. Sympathisch allerdings das Auftreten: Entschlossenheit und Selbstvertrauen standen den Spielern ins Gesicht geschrieben, nicht selbstverständlich in dieser Lage.

Als man nach ca. 50 Minuten nach einer ordentlichen ersten Halbzeit, in der die Gäste natürlich mehr Spielanteile und Chancen verbuchen konnten, das 0:2 durch Top-Torjäger Stefan Caspari hinnehmen musste, wäre es eigentlich symptomatisch gewesen, wenn das Team dann herunterschaltet bzw. sich auf das Verteitigen beschränkt. Doch, man entsann sich eines Genossenwortes - wir lösen Probleme im Vorwärtsschreiten - und schoss zwei Tore zum 2:2-Ausgleich. Besonders erfreulich daran war, dass sich Jugendspieler Robin Blatt für seine Laufarbeit und sein Engagement belohnen konnte.

Ein Spiel gegen den Tabellenzweiten gedreht! Doch es passt wie ein Bild in diese Saison, dass ein Eigentor unseres Kapitäns die 20. Niederlage bedeutete. Ein Spiel also, das hin und her wog, wie die komplette Saison. Ein Spiel als Spiegelbild einer Spielzeit, in der die Symptomatik die Sympathie überwog, in der der hohe Aufwand oft zunichte gemacht wurde und nicht belohnt wurde. Heute gingen Symptomatik und Sympathie Hand in Hand, wechselten sich ab und sorgten gen Ende für gemischte Gefühle.

Das Fazit dieses Duells: Chapeau! Die Elf von Michael Heib, der heute im Tor mit seiner Erfahrung einen Riesenjob erledigte, bewahrt ihre Ehre und das eindrucksvoll. Da gab es einen Mike Kaufmann, der nach Ballverlust sofort den Sprint und den Laufweg nach hinten aufnahm. Da gab es auch einen Felix Paul, der seinem Gegenspieler, immerhin niemand anders als Mark Beitzel (10 Tore), über weite Strecken Paroli bot und mit seiner Ungestümheit einmal mehr überzeugte. Vor allem aber gab es wieder ein Team, das zusammenhielt und hervorragende Moral bewies.

Wir danken allen Zuschauern, die uns heute unterstützt haben!

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Spielbericht vomWochenende: Spfr. Thalfang – SV Lüxem II 0:3 (0:2)
 
Aufstellung: S. Klein – F. Krause (C), Staudt, Bollig – T. Klein, Hoff – F. Paul, C.Blatt (M. Heib), Zender (D.Kaufmann) – M. Kaufmann, Mehlig

Über gewisse Prozente und deren Lohnwert
 
Was kann man nach einemsolchen Spiel noch sagen? Lohnt es sich noch etwas zu sagen?
0:3, ein klares undverdientes Ergebnis, das wie so oft die Hauptproblemzonen der Saisonbeinhaltet. Torungefährlichkeit vorne und Unzulänglichkeiten in derDefensive seien hier genannt. Aber angesichts der sportlichen Situation – der Abstieg ist besiegelte Sache – hat allzu harscheKritik wenig Sinn. Vielmehr sollte man, wie im letzten Bericht vomGonzerathspiel hervorgebracht, gen Ende der Spielzeit das Positivesehen. Die Leistung war sogesehen insgesamt in Ordnung. In der ersten Halbzeit hielt manordentlich mit, in Hälfte zwei gingen etwas die Kräfte aus und Lüxem drosselte etwas das Tempo, das Spiel verflachte zunehmend. DieGäste nutzten eiskalt ihre wenigen Chancen (Kritikpunkt Defensive),unsere Elf versäumte zu oft den Abschluss bzw. brachte zu wenigeSchüsse gefährlich auf das Tor (Kritikpunkt Offensive).

Aber es fehlten heutejene Prozente, die nötig sind, um aus so einem Spiel noch etwasZählbares mitzunehmen. Jene Prozente, die angesichts des sportlichnicht mehr vorhandenen Reizes und des personellen Engpasses nichtmehr automatisch abgerufen werden. Doch gerade hier fällt sich eineinteressante Entscheidung: Wie Kapitän Frieder Krause es im „Spielführerportrait“ skandierte, ist die Selbstmotivation sehr wichtig im Fußball. Wenn du deine Leistung bringst, wenn duweißt, dass du alles gibst, dann kannst du damit andere mitziehenund selber auch Kritik üben. Diese Eigenmotivation in der momentaneneben beschriebenen Situation noch annähernd zu 100 % auf den Platzzu bringen, sei es Training oder Spiel, dies entscheidet ob ein Spieler Charakter bzw. Rückgrat hat. Diese Entscheidung wird hiergefällt.

Es geht um die Ehre.Was ist denn der Lohnwert, jetzt weniger zu geben in den (letzten)Spielen? Was ist denn der Lohnwert das Training minder zu besuchen? Vielmehr sollte man sich einem einfachen Grundsatz entsinnen: Jetzterst recht! Die Zuschauer werdendankbar sein, wenn sie sehen, dass die Mannschaft auf dem Platz trotzaller Widrigkeiten alles gibt. Und das ist ja das, was dieSportfreunde an guten Tagen ausmacht: Teamgeist und Moral. Mag es ander Qualität nicht reichen, das hat man in dieser Saison bemerkenund akzeptieren müssen. Aber Teamgeist und Moral sind Parameter, diesich das Team ankreiden lassen muss. Bei der Qualitätsarbeit stößtman an Grenzen, das ist völlig normal. Aber Bereitschaft und Wille kann man immer bringen, wenn man die Eigenmotivation hochhält.

Der Lohnwert, dasmuss man sich vor Augen halten, ist nicht gering: Die Ehre bewahrenund mit positiven Leistungen, so wie zuletzt gegen Gonzerath, als manans absolute Limit ging, sich erhobenen Hauptes aus der A-Ligaverabschieden. Die Zuschauer werden uns dies hoch anrechnen!
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Sonntag, 29.04.12
SV Gonzerath – Spfr. Thalfang 2:1(0:0)
DJK Morscheid II – Spfr. Thalfang II1:2 (0:0)

Das Positive sehen

„Respekt Jungs!“ Dieser Satz nachdem Kampf gegen Gonzerath brennt einem im Gedächtnis. Simon Krause,selbst gezeichnet von der erneut bitteren Niederlage, lobt seineTeamkollegen kurz nach Abpfiff. Sie lecken ihre Wunden, schauen wieso oft zu Boden.Doch etwas ist anders. Jetzt, wo derAbstieg nach den Niederlagen gegen Haag und Bernkastel besiegelt ist,sind andere Dinge gefragt. Die Vorbereitungen auf die nächste Saisonbeginnen langsam, die Sportfreunde wollen sich „anständig aus derA-Klasse verabschieden“, so fordert es Trainer Heib zurecht.Kommen wir zum Eingemachten: Es fehltenmit Hoff, Klein, Leichtweiß und Odigie sowie den schon etwas längerfehlenden Dennis Kaufmann gleich fünf absolute Stammspieler – aberdie Elf auf dem Platz gab – obwohl es faktisch um nichts mehr geht– alles! Dies muss man ihr zu Gute halten, obgleich dieHeimmannschaft die klareren Chancen hatte.
Das Spiel war insgesamt auf mäßigemNiveau, wie immer geprägt von Kampf und Leidenschaft. In Durchgangeins präsentierte sich die Heib-Elf auf Augenhöhe, sah sich aber im2. Akt dem Kräfteverschleiß ausgesetzt und stand mehr und mehrhinten drin. Frieder Krause egalisierte den Rückstand perFoulelfmeter per Foulelfmeter – ein Geschenk des 12. Mannes. Kurzvor Spielende dann das 2:1. Manche sagen symptomatisch, manchesagen Pech. Mir fehlen hierbei auch Worte und Begreifen. Einderartiges Pech hat man selten erlebt. Da sind zum Rückrundenstart18 Männer fit und gewillt an Bord, am Ende sind es 11. Da hast du2,3 Hundertprozentige vorne, wo auch mal einer reingehen könnte –Beispiel Robert Mehlig in Minute 90 + x mit der Riesenchance und demdarauf folgenden Schlusspfiff. Da kämpft und rackert man bis an dieSchmerzensgrenze und es wird einfach nicht belohnt (auch wenn esheute nicht verdient gewesen wäre). Wo ist da der Sinn?

Das wird sich die 2. Mannschaft nachdem Arbeitssieg gegen Morscheids Zweite auch fragen. Zwei Top-Spielegegen Hundheim und Hilscheid, wo nur zwei Remis herausspringen undjetzt so ein „graupe“ Spiel, der in einem Sieg mündet. Seien wirehrlich: Über das Wie redet in ein paar Wochen keiner mehr, dagegenkann man die ganzen knappen Niederlagen oder verpassten Siege setzen.Man muss auch mal so gewinnen, Punkt. Abhaken und weiter, so einfachmuss es manchmal gehen.

Vielmehr sollte man hier wie bei der 1.Mannschaft das Positive gegen Ende der Saison sehen. Die dezimierte Elf von Michael Heib hatGonzerath, einem auf dem Papier stärker als am Sonntag präsentierteinzuschätzenden A-Klasse-Gegner, über die volle Spielzeit einenintensiven Fight geboten.Bei Sturmtank Torsten ist der Dammendlich gebrochen – Doppelpack! Obwohl es rechnerisch um nichts mehrgeht, holen die Jungs alles aus sich heraus – so muss es sein!Unsere Teams sitzen und trinkenzusammen nach ihren Spielen und zwar im vollen Kollektiv.

In dieser Situation, wo der Druck jetztweg ist, muss man das Positive sehen. Man muss einmal sehen, welcheVerschworenheit und Loyalität trotz der angespannten Situation immernoch herrscht. Mann muss sehen, welche Charaktere in unseren Teamsaufeinandertreffen und kooperieren. Man muss sehen, welches kostbareGut wir hier in den Teams in Thalfang haben. Macken und Kanten wo manhinschaut, aber eins nimmt uns keiner: Unseren Teamgeist!

Da rückt die Brisanz der Derbys direktaus dem Rampenlicht. Peter Petry steht an der Seitenlinie beim SVG ander Seitenlinie – so what? Gestippel und Provokationen gegeneinzelne Akteure unserer Teams – so what? Was unsere Teams, wieeben angesprochen, heute von ihren Gegnern unterschied, muss mansehen, ganz klar. Andersherum muss man genau das auch so sehen, dassviel wichtiger und immanenter ist, was unsere Teams einzigartig machtund verbindet: Der Teamgeist.
Was zählt unterm Strich ist das Gelbeim Ei, nicht das Haar in der Suppe!

Wir danken allen Zuschauern, die unsheute unterstützt haben!
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So, 15.04.12, 14.30 Uhr:
Spvgg. Bernkastel-Kues – Spfr.Thalfang 3:2 (2:1)

Torschützen: Sebastian Bollig, Favour Odigie

Aufstellung: Vochtel – F. Krause (C),Staudt, Leichtweiß – S. Krause (C. Blatt), Hoff – Bollig (R.Blatt), T. Klein, Schömer – Odigie, M. Kaufmann

Über 7 Minuten und Qualitätsmängel

Es sind die letzten Minuten diesesSpiels. Bernkastel hat vor ein paar Augenblicken die vermeintlicheVorentscheidung gemacht und so weiß eigentlich jeder, dass es ausist. Das Spiel und der Kampf um den Klassenerhalt. Dennoch kämpftdas Team verzweifelt weiter, kommt sogar noch zum 2:3. „Alles nachvorne“ hört man hier, „Weiter, weiter“, schreit ein andererda. Alles steht. Noch einmal ein Aufbäumen... zu spät! DerUnparteische besiegelt mit seinem Pfiff die wohl bitterste Niederlageder letzten Jahre.

Inmitten dieser zwiespältigenErlebnisse einer hochdramatischen Schlussphase setze ich einen Punkt.

Trotz des immer noch möglichenKlassenerhaltes scheint der Glaube endgültig gebrochen. DieNiederlage im „Alles oder Nichts“-Spiel, im 6-Punkte-Spiel inBernkastel schmerzt zu sehr. So viel hatte man sich vorgenommen, sovieles hing von diesem Spiel ab. Über 80 Minuten lang bot man einenanspruchsvollen Fight ab und war über weite Strecken die bessereMannschaft. Aber was hilft das, wenn man zwei Augenblicke in diesemSpiel verschläft? Was hilft jegliches Aufwachen und Dagegenhalten,wenn man die Konzentration nicht von Beginn an hochgefahren bekommt?

Das 2:0 von Bernkastel nach siebenMinuten schien schon fast die Entscheidung in einem tau-frischenSpiel, das bis dato nur für ein Team begonnen hatte. Zum Glück fieldann 10 Minuten später der frühe Anschlusstreffer durch SebastianBollig, wunderbar vorgetragen über die rechte Seite. Die einzigeFrage, die sich hier aufwirft, ist, warum unser Kollektiv so oft ersteinmal ordentlich „auf die Fresse bekommen muss“, um richtig dazu sein. Mülheim und Hetzerath warenbeispielsweise auch Spiele, die nach diesem Schema verliefen. Das Bedauerliche daran ist aber, dassunser Team danach sehr oft zeigte, dass es nicht schlechter bzw.besser war als der Gegenüber. Über Kampf und Leidenschaft konnteman sehr oft die Qualität steigern bzw. vereinzelte Mängelausmerzen. Leider reichte am Ende oft die Zeit oder die Kraft nichtmehr. Dies ist logisch zu erklären, kommt doch neben der physischenauch noch die psychische Erschöpfung hinzu, die dem schier ewigen„Hinterherlaufen“ eines Rückstands zugrunde liegt.

In diesem Spiel war es nicht anders.Unsere Mannschaft bot einen ordentlichen Fußball und hatte nach demHau-Ruck-Effekt deutlich mehr Spielanteile. Moral, Kampf undLaufbereitschaft stimmten vollends, nur konnte man diesmal damitnicht die Qualitätsmängel in der Offensive beheben. Kurz um: Vordem Tor ist unsere Offensivabteilung einfach zu harmlos. Wirklichsehr bemüht musste man am Ende doch einsehen, dass kaum ein Schussauf das Tor kam geschweige denn den gegnerischen Torwart in argeSchwierigkeiten brachte. Der Abschluss wurde oft gesucht, daran hates diesmal nicht gelegen. Wie gesagt, die Bereitschaft war zu 100 %da.

Allerdings zu spät. 7 Minuten kostetenam Ende die Niederlage. Grund eins. Grund zwei die eben angesprocheneTorungefährlichkeit, ein Prozess, der, wenn man zurückschaut, sichschon seit Beginn der A-Klassen-Ära einschlich und sich in dieserSaison dann zuspitzte. Selbst in der letzten Saison, als man 56 Torein 30 Spielen schoss, war die Chancenverwertung immer noch großesManko der Sportfreunde. In dieser Saison bekommt man dies aufgrundder vermehrten Nachlässigkeiten in der Defensive und desAbstiegskampfes sehr heftig zu spüren.
So scheiterten die Sportfreundeletztlich doch an mangelnder Qualität, nämlich der im Abschluss.Problem hieran: Wie willst du das trainieren? Diese Abgezocktheithast du, oder du hast sie nicht. Bernkastel nutzte die Hälfte ihrerChancen und gewann deshalb wegen der höheren Effektivität.
Schade, schade Jungs! Die beherzteLeistung wurde nicht belohnt. Nun heißt es trotz alledem nicht denSand in den Kopf stecken und weiter fighten, so schwierig es auchklingt!

Wir danken allen Zuschauern, die unsheute unterstützt haben!

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Kurzbericht: SV Dreis - Spfr. Thalfang 0:0

Aufstellung: Vochtel - Krause F. (C), Leichtweiß, Schnettler (45. Pfeiffer) - Hoff (70. Wendorff), Klein T. - Zender, Blatt C. (90. Krause R.), Kaufmann D. - Odigie


Am Wochenende empfingen die Sportfreunde den Sportverein Dreis. Der Aufsteiger rangiert zur Zeit auf Rang 6 und besiegte unser Team im Hinspiel mit 4:2.

Unsere Mannschaft hatte vor Spielbeginn sehr widrige Voraussetzungen. Mit dem Ausfall von Florian Schmidt für den Rest der Saison erreichte das Team schon zu Wochenbeginn eine Hiobsbotschaft. Zudem fehlten verletzt Mike Kaufmann sowie aus anderen Gründen Robin Blatt, Bollig, Staudt und Simon Krause, sodass Michael Heib auf keinen echten Verteidiger zurückgreifen konnte. Die Verteidigerpositionen bekleideten der angeschlagene Simon Leichtweiß und Rekrut Christian Schnettler.

Benedikt Hoff und Dennis Kaufmann gingen ebenfalls angeschlagen in die Partie, auf der Bank nahmen neben den Akteuren der Zweiten Wendorff und Roland Krause noch die AH-Spieler Andreas Pfeiffer und Gunnar Gerlach Platz.

So musste sich diese – man muss es schon sagen – zusammengewürfelte Elf vor allem mit Kampf dem immensen Druck stellen. So beeindruckte das Team vor allem mit Geschlossenheit und purem Kampf, musste man heute doch gewinnen. Wie letzte Woche hatte man die Riesenchance zur Führung, die Fivo Odigie aber vergab. Kurzer Kommentar: Wenn du im Abstiegskampf bestehen willst, musst du deine raren Chancen wegmachen!

Dreis bleib aber stetig gefährlich, bot aber längst nicht die Klasse, die man aus ihren Heimspielen erwartet hatte. So hatte man einige Male Glück: Ein Lattenschuss, eine zweifelhafte Abseitsentscheidung sowie eine Riesentat unseres heute stark verbesserten Keepers Peter Vochtel stellten die besten Chancen auf der Gästeseite dar.

In Durchgang 2 ging bei der Heib-Elf nichts mehr, so hart es auch klingt. Viele gingen auf dem Zahnfleisch. Einerseits natürlich mehr als bedenklich, andererseits ein klares Indiz, dass der angesprochene Kampf diesmal von Beginn an beherzigt wurde. Aggressivität (obgleich immer noch ausbaufähig) und vor allem der Wille, sich zu wehren, waren voll und ganz da – hauptsächlich immer wieder angetrieben von Kapitän Krause, Timo Schömer und den Zuschauern.


Insgesamt ein leistungsgerechtes Unentschieden, auf dem sich aufbauen lässt. Immerhin einmal zu null gespielt, was vor allem heute dem Abwehrverbund um die zweikampfstarken Krause und Leichtweiß, aber auch den AH-Spielern Schnettler und Pfeiffer zuzurechnen ist.

Es wird in den nächsten Wochen mit Salmrohr und Buchholz verdammt schwer, zumal der Kader mit dem langfristigen Wegfall von Schmidt sportlich wie menschlich noch einmal erheblich dezimiert wurde. Danach folgen die Spiele der Wahrheit gegen Bernkastel, Haag und Gonzerath.

Spätestens, allerspätestens jetzt kann das Motto nur noch lauten: Jetzt erst recht!



Wir danken allen Zuschauern und den AH-Spielern für die tatkräftige Unterstützung!

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So, 11.03.12, 15.00 Uhr:
SV Hetzerath – Spfr. Thalfang 5:2 (3:0)

Torschütze: Benedikt Hoff (2x, FE)

Aufstellung: Vochtel – F. Krause (C),Staudt, M. Kaufmann (S. Krause) – Hoff, Schmidt – D. Kaufmann(Mehlig), T. Klein, R. Blatt (Zender) – Odigie, C. Blatt

Nach dem durch und durch misslungenenRückrundenauftakt gegen Binsfeld gastierten die Sportfreunde imzweiten Spiel nach der Winterpause beim SV Hetzerath (Hinspiel 1:2). Der Tabellenfünfte findet sich fernjeglicher Aufstiegsambitionen zwischen Mittelfeld und den Topteamswieder und hat eine deutliche Diskrepanz zwischen den eingefahrenenPunkten zuhause (10) und auswärts (17).Auf Sportfreunde-Seite fehlten heuteder erneut verletzte Simon Leichtweiß sowie der studienbedingt fürzwei Wochen ausfallende Sebastian Bollig. Mike Kaufmann rückte aufdie Verteidiger-Position, auf welcher er mit Daniel Hahn einenstarken und abgezockten Knipser ausschalten sollte.

Unsere Jungs begannen das Spielnatürlich sehr konzentriert, wollte man doch mit kompakterDefensivleistung hinten die Null halten und nicht wieder unnötig inRückstand geraten. Die Einstellung passte, selbiges galt bis datofür die Grundordnung. Florian Schmidt, der von der 6er-Positionimmer wieder schnell ins Angriffspiel eingriff, versiebte die besteChance des Spiels für die Grünen. In der linken Strafraumhälftenahm er einen halbhohen Ball gekonnt mit, schoss aber trotz seinesstarken linken Fußes über das Tor. Keine Diskussion: Das muss das1:0 sein!
Wie so oft musste man dann denRückstand hinnehmen, wieder Sorte „Vermeidbar“. Nach einemEckball kam der Ball auf die rechte Verteidigerseite, wo Blatt undHoff auf den Ballführenden anrannten, der auf Außen den völligblank stehenden Flankengeber bediente. Dieser brachte eine langeFlanke, die quer durch das Territorium des Torwarts flog und in Hahnseinen Abnehmer fand. Dass dieser Gegenspieler Kaufmann in den Rückensprang und dies als Stürmerfoul zu werten ist, übersah derSchiedsrichter.

Es half nichts, unser Team musste dieOrdnung behalten. Man nahm den Rückstand diesmal gut auf undschaffte es auch weiter seinen Stiefel zu spielen, bis Hetzerath nacheinem weiteren individuellen Fehler zuschlagen konnte. TödlicherFehlpass im Zentrum am Mittelkreis als Epizentrum für dieses Tor.Das 0:3 noch vor der Pause resultierte aus einem zu kurzen Rückpassvon Kapitän Krause, den der auf der Linie klebende Keeper Vochtel zuspät antizipierte und so Hahn seinen zweiten Treffer schenkte.

Die Fehler der ersten Hälfte kurzzusammengefasst:
1) Kommunikation: Frieder Krause gegenden Rest? Wo waren die anderen „Wortführer“?
2) Bravheit: Kein taktisches Foul,keine gesetzten Zeichen.
3) Abschlüsse: einen Torschuss durchFlorian Schmidt.

Mit dem Seitenwechsel zeigte die Elfvon Michael Heib ihr anderes Gesicht. Zweikampfintensität und -härteeines Abstiegskampfes angemessen, Zug zum Tor und vor allem eines:Körpersprache. Logische Konsequenz: 1:3 durch einen Foulelfmeter vonBenedikt Hoff.Endlich wachte man auf und merkte, dassdie Gastgeber leicht in Bedrängnis zu bringen waren. FrühesPressing und gute Raum- und Manndeckung zwangen diese immer wieder zuFehlern.

Leider verwehrte uns derSchiedsrichter, dessen Leistung v.a. in Durchgang zwei mehr alsfragwürdig war, einen klaren Elfmeter, weil er ein Foul an Odigieals Schwalbe wertete. Zum Unparteischen noch rasch ein paar Worte:Ganz klar war es eine schwache Leistung, nur leider muss ich nochmalsden Appell an unsere Zuschauer richten, den 12. Mann verbal nichtdermaßen anzugreifen. Es geht hier auch um das Präsentieren unseresVereins, was dadurch erheblich in Mitleidenschaft gezogen wird. Plus,es macht die Situation nicht besser.

Zurück zum Spiel: Ballbesitz undSpielanteile waren bis dato auf der Gästeseite, doch der dritteTreffer von Hahn bedeutete die Entscheidung. Vorangegangen und erneutübersehen war ein Stoßen des Torschützen an seinen Gegenspieler –diesmal Peter Staudt –, durch das er sich den nötigen Raumverschaffte. Dieser hinterhältigen und - verzeihen Sie -„abgewichsten“ Spielweise wussten unsere heute allerdings gutaufgestellten Verteidiger nicht viel entgegenzusetzen. Hier bedarf eseinem cleveren Dagegenhalten mit den eigenen, vom Stürmerangewendeten Mitteln.
 
1:4, das Aufwachen war vergebens undkam leider auch zu spät. Die letzten beiden Treffer hatten nur nochstatistischen Wert. Das Geschehen wurde in der ersten Halbzeitentschieden, in der allein Mike Kaufmann, Frieder Krause und FavourOdigie ihre Leistung abriefen, was im Abstiegskampf nicht reichenkann. Hier zählt das Kollektiv, das in der zweiten vollendsfunktionierte und gezeigt hat, dass es geht. Die Jungs solltenbeherzen, dass alle an einem Strang ziehen müssen, um einen Siegeinzufahren. Der Gegner war um Klassen schlechter als derletztwöchige, wurde wie so oft durch naive Fehler stark gemacht.

Es gelingt einfach nicht, diese Fehlerauszumerzen. Dabei muss man aber immer von Fehlerketten sprechen. Zuoft wird die Verantwortung noch weitergeschoben. Meist werdenbeispielsweise Flugbälle dem kopfballstarken Frieder Krause hintenüberlassen, anstatt, dass andere, der Torwart inbegriffen, hier auchmal in die Bresche springen. Dasselbe gilt für die Kommunikation. Eskann nicht sein, dass man außer unserem Kapitän niemanden auf demPlatz hört in den ersten 45 Minuten. Man mag beinahe glauben, esgibt angesichts der stellenweisen Stille keine Hierarchie im Team.Hier muss deutlich mehr kommen! Die drei unverzichtbaren K's imFußball wurden heute zu spät beherzigt: Kampf, Kommunikation,Körpersprache.

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Die Hinrunde 2011 – Blick(e) zurück
 

Die Seniorenmannschaften der Sportfreunde Thalfang beenden das Jahr 2011 mit zwei knappen Niederlagen und gehen mit recht unterschiedlichen Gesichtern in die Winterpause. Es ist einiges geschehen, seitdem im August die „neue“ Saison gestartet war. Vorläufiger Höhepunkt, Wendepunkt, Gipfel – ganz gleich wie man es nennt: Peter Petry schmeißt das Handtuch und verlässt die Sportfreunde.

Die erste Mannschaft wird nach dem neusten Aufschwung auf dem letzten Tabellenplatz überwintern. Ein Prozess, der sich schleichend und mit vielschichtigen Facetten durchsetzte, und dem es in der Rückrunde in 11 Spielen gilt, entgegenzuwirken. Wenn man zurückschaut, kommt da schon Wehmut auf. Jedes Heimspiel, und wirklich ausnahmslos jedes, war von gutem Fußball, Einsatzbereitschaft und Siegeswillen geprägt. Klar, mal mehr mal weniger, aber das klare Fazit daraus ist, dass wir zuhause nahezu jeder Mannschaft der A-Klasse Paroli bieten können. Alle Punkte wurden hier eingefahren und dennoch wurden bei knappen Niederlagen hier noch zu viele Punkte hergegeben. Sorgen macht die eklatante Auswärtsschwäche. Nicht ein einziges Pünktchen und teilweise mysteriös schlechte Auftritte, die sich von den heimigen derart unterschieden, dass zum Teil Ratlosigkeit herrschte. Es wird einen Wandel geben. Neuer Trainer, verändertes Teamgefüge, noch höherer Druck. Sehr löblich war und ist die Unterstützung der Mannschaft in Heimspielen. Fast immer sind die Banden voll, was unserem Team hier wohl den besonderen Kick verleiht. Hoffen wird man auch auf einige Rückkehrer, die bislang vom Verletzungspech geplagt waren. Vor allem die Rückkehr des Lenkers und Denkers Benedikt Hoff hat sich deutlich bemerkbar gemacht.

Die 2. Mannschaft geht mit vier Niederlagen in Folge in die Pause. Zuletzt konnte das Team nicht mehr seine eigentlichen Stärken, mit denen es seine Spiele zuvor gewinnen konnte, präsentieren. Kampf, Körpersprache, Kommunikation, die drei K's von TH2. Zu flegmatisch und z.T. konzeptlos waren die Auftritte zuletzt, wobei man gegen schwache Breiter noch einmal eine deutliche Steigerung zeigen konnte. Man war über 90 Minuten recht überlegen, machte aber, wie es sich durch die ganze Saison zieht, zu wenig aus seinen Torchancen. Auch die 2. Mannschaft unterliegt einem Wandlungsprozess. Im Gesamten hat man wieder einen Schritt nach vorn gemacht, muss aber realistisch einsehen, dass man sich im Reifeprozess befindet. Das bedeutet schlichtweg, dass einfach die Stärken der einzelnen Spieler noch mehr ausgebaut werden und dass die einfachen und leichtsinnigen Fehler abgestellt werden. Größtes Problem in dieser Saison: Die Heimschwäche. 4 Punkte nur zuhause. Auswärts hingegen bot man teilweise fantastische Leistungen, wie beispielsweise in Piesport oder Berglicht. Dabei hatte die Elf des Trainergespanns Bonertz-Grigo immer wieder mit Personalwechsel und aufgrund von Arbeitszeiten begründeter mangelnder Trainingsbeteiligung zu tun. Diese zwei Fakoren hindern uns derzeit noch an einer schnelleren Entwicklung des jungen Teams.

Es ist nun an der Zeit, die Köpfe und Gedanken wieder zu sammeln, frei zu bekommen und zu reflektieren, positiv, aber auch kritisch zu hinterfragen, was man verbessern muss. Dafür ist die Winterpause da, um Bewährtes zu optimieren, Neues gegebenfalls anzunehmen, Gewisses zu verändern, Impulse zu geben. Ist man (noch) auf dem richtigen Weg? Wie kann ich meinen Anteil am Erfolg ausbauen? Was kann ich zurückgeben und was bekomme ich zurück? Sehr, sehr viel hat sich verändert und gewandelt, noch einen Tick stärker als im letzten Jahr, als die Prozesse schon langsam begonnen haben. Diese Prozeduren werden andauern. Das Ziel muss es sein, sie in vernünfigem Maße zu beschleunigen und zu kontrollieren.


In diesem Sinne: Eine ruhige Adventszeit und ein frohes Weihnachtsfest!
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Ära Peter Petry zu Ende


Trainer Peter Petry hat sein Amt als Trainer der 1. Mannschaft niedergelegt. Die Entscheidung seinerseits war schon vor dem Klausenspiel gefallen und hatte vielseitige Faktoren zu Grunde liegend. Michael Heib wird die Mannschaft bis zur Winterpause trainieren.

Im Folgenden will ich auf die Zeit mit Peter Petry zurückblicken und ein Fazit aus vier Jahren Zusammenarbeit ziehen.

Es war ein Samstag, der 02.03.08, als Peter Petry seinen Einstand als Sportfreunde-Coach feierte. Mit einem 3:2-Sieg gegen Zell II in der B-Klasse folgte er Mathias Bayerlein und stellte eine historische Bilanz auf: 28 von 33 möglichen Punkten wurden eingefahren, in den letzten 8 Partien kassierte man lediglich 3 Gegentore. Höhepunkt war mit Sicherheit das 3:0 in Peterswald, das den Wieder-Aufstieg sicherte.

So starteten die Sportfreunde 08/09 zuerst in Morbach, der Ausweichplatz aufgrund des Neubaus unserer Sportanlage, in die A-Klasse, mit beinahe unverändertem Kader. Mit spielerisch durchaus begrenzten Möglichkeiten erzielte er innerhalb eines Jahres beachtliche fußballerische sowie taktische Fortschritte mit dem Team, das am letzten Spieltag mit einem 1:1 gegen Zeltingen auf dem neuen Kunstrasen den Klassenerhalt klarmachte. Dabei erlebte man teilweise furiose Auftritte, beispielsweise gegen Salmrohr (2:2), Wittlich (4:0) oder Blankenrath (4:1), die diese Entwicklung bestätigten.

In der darauffolgenden Saison begann der Strukturwandel im Team. Die Neuzugänge Bialas, Probst sowie die Kaufmann-Brüder sollten integriert werden. Nach guter Hinrunde folgte in der Rückrunde beinahe das Fiasko: Der Abstieg, der im letzten Herzblut-Finale gegen Platten im letzten Moment noch abgewendet wurde.

2010/2011 dann die bisher stärkste Saison der Sportfreunde in der A-Klasse. Vor allem in Heimspielen wurde oft temporeicher und flüssiger Fußball angeboten, der sich in hohen Siegen wiederspiegelte und mit Platz 5 zur Winterpause belohnt wurde. Man hatte somit früh nichts mehr mit dem Abstieg zu tun, erreichte nach mäßiger Rückrunde Platz 10.

In dieser Saison wurde der Kader auf dem Papier komplett gehalten und durch Philipp Räsch und drei Jugendspieler erweitert. Jedoch verlief die Saison durch mehrere, vielseitige und schon oft skizzierte Gründe ganz anders als erwartet. Dabei verübten Verein, Trainer und Mannschaft bis dato stetig gute und vernünftige Zusammenarbeit aus vertrauensvoller Basis. Dass der Trainer schlussendlich selbst zurücktrat hat weniger mit sportlichen oder menschlichen Gründen zu tun, wie er selbst betont. Vielmehr geht er „im Guten“ und lässt bei Weitem keinen Trümmerhaufen zurück.

Was bleibt in Erinnerung, nach vier Jahren Trainersein? Nach vier Jahren trainieren, Anweisungen geben, Ansprachen halten? Es ist ganz schnell gesagt: Vier Jahre ehrliche Arbeit, vier Jahre Vereinsidentifikation und vier Jahre lang das Aushängeschild unseres Vereins. Peter Petry ist ein Mensch, der sehr am Verein hing und hängt, viele Freunde hier gefunden hat. Es waren seine „vier besten Jahre“ als Vereinstrainer und das, so denke ich, können wir als Verein, als Zuschauer oder Spieler, voll zurückgeben. Peter Petry und die Sportfreunde Thalfang, es war, ist und bleibt eine unvergessliche Zeit, wo der eine Name mit dem anderen Hand in Hand ging, eine Zeit mit vielen Höhen und Tiefen, zusammenschweißenden Erlebnissen, die mit Recht als Ära bezeichnet werden kann.


Zum Schluss kann ich nur noch mit einem herzlichen und ehrlichen „Danke“ verbleiben. Peter, Dir alles Gute und viel Erfolg auf deinem weiteren Weg und dass du unserem Verein weiterhin als Freund und Mensch erhalten bleibst!

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Sonntag, 23.10.11, 14.30 Uhr:
Spfr. Thalfang – SV Gonzerath 2:3 (2:1)


So ist Fußball


Aufstellung: Vochtel – Krause F. (C), Krause S., Boughaba – Pestemer, Klein, Grigo – Kaufmann, Schmidt – Odigie, Blatt

Einwechslungen: P. Räsch, S. Bollig

Nach einer turbulenten Woche trat die 1. Mannschaft heute im sagenumwogenen Derby zuhause gegen Gonzerath an. Die Marschroute hieß, wie in jedem Spiel, wenn du unten stehst, natürlich drei Punkte, zumal gegen diesen Gegner. Zweiter Punkt: Es stand (mal wieder leider) Wiedergutmachung an für die blamable und inakzeptable Leistung in Haag an.
Trainer Peter Petry konnte hierzu wieder auf Jonas Grigo und Max Pestemer zählen. Simon Leichtweiß verletzte sich im Haag-Spiel erneut und muss genau wie Paul, Hoff, Staudt, und Kaufmann (M.) pausieren.

Wie in jedem Heimspiel bis dato zeigte unsere Elf eine leidenschaftliche Leistung, die mit dem frühen Rückstand noch einmal gepusht wurde. Während eines Tohuwahobus im Strafraum konnte ein Gästestürmer an den Ball kommen, der abgefälscht ins Tor kullerte.

Davon noch wacher gerüttelt suchten unsere Jungs die Zweikämpfe und konnten wenige Zeit später durch einen schönen Freistoß von Jonas Grigo zum Ausgleich kommen.

Nun prägten ein hohes Laufpensum und absolute Kampfbereitschaft unser Spiel. Das Passspiel wirkte präziser, überlegter, unser Team konzentrierter. Die Köpfe waren eingeschaltet, ganz anders als noch eine Woche zuvor.

Durch diese Faktoren kamen wir auch zu den besseren Gelegenheiten. So vergab der heute wieder überragende Favour Odigie einen Meter vor dem Tor eine 1000-prozentige Torchance – so ist das wohl, wenn du unten drin steckst. Gonzerath stand zu tief, rückte nicht konsequent heraus, sodass im Mittelfeld Räume entstanden, die unsere Offensive für geschickte Konter nutzte. Wir waren zwar nicht das zwingend überlegene Team, wirkten aber insgesamt bissiger und fokussierter.

Ein Konter führte vor der Halbzeit noch zur verdienten Führung. Christian Blatt bekam die Kugel zugespielt, nahm diese filigran an und vollendete in Stürmermanier. Endlich zeigten die Grün-Weißen auch einmal Kaltschnäuzigkeit. Mit 2:1 und dem Wissen, das Spiel gedreht zu haben und dem Glauben, dieses Spiel gewinnen zu können, ging es dann in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel offenbarte sich das Spiel als offener Schlagabtausch, der in einer Szene seinen klar definierten Wendepunkt hatte. Florian Schmidt sah für ein taktisch begründetes Trikotziehen die berechtigte Gelb-Rote Karte. Zu zehnt würde es sehr schwer werden gegen Gonzerath, die kurz darauf auch noch das 2:2 erzielten. So schnell kann es im Fußball gehen.

Das Spiel war kaum noch zu gewinnen. Die Chance bestand lediglich darin, schnell vorgetragene Konter zu setzen und dadurch noch einen Treffer zu erzielen, gleichzeitig hinten die Null zu halten. Das Duell wurde nun immer intensiver; logisch bei der Konstellation. Die Intensität entlud sich in Tumulten auf dem Platz. Deren Ursprung bedarf keinerlei Erklärung, weil dazu immer zwei Parteien gehörten. Beide Teams müssen sich dieses Emotions- und Verbalorchester ankreiden – dem Schiedsrichter, der keine Aktion mitbekam, ist hier kein Vorwurf zu machen.

Nachdem sich die Gemüter wieder beruhigt hatten kehrte auch wieder Stille ein, ehe der eben angesprochene Unparteische das Spiel zu Gunsten der Gonzerather entschied. Stürmer Mike Barton bekam im 16er den Ball, versuchte ihn wie so oft am Verteidiger vorbeizuspitzeln, hatte aber keine Chance mehr an den Ball zu kommen. So drehte er sich - nach eigener Aussage - einfach in Frieder Krause hinein und erzwang so eine niemals elfmeterwürdige Berührung, die den Pfiff des Schiedsrichters mit sich zog. 2:3.

Thalfang warf noch einmal alles nach vorne, umsonst. Die viel zu kurze Nachspielzeit terminierte der heute nicht souveräne Schiedsrichter mit dem Schlusspfiff. Kommen wir direkt zum Thema des Tages, der Schiedsrichter. Einerseits strittige bis falsche Entscheidungen bezüglich Abseits und Fouls, wo er sich selbst v.a. in puncto Fingerspitzengefühl zu hinterfragen hat. Andererseits war es auch ein alles andere als einfaches Spiel, das an Dramaturgie und Intensität nur so strotzte, sodass sich der Schiedsrichter einem enormen Druck ausgesetzt sah. Unter dem Strich kannst eine solche Niederlage nicht am Mann mit der Pfeife festmachen. Dies zu tun wäre aberwitzig und unsere Spieler waren wieder einmal viel zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt, als mit dem Spiel.


So ist es mir auch unerklärlich, warum einige unserer Zuschauer dem Schiedsrichter nach dem Spiel spöttisch applaudierten. Versetzen Sie sich einmal in die Haut des Unparteischen, der im Eifer des Gefechts immer die richtigen Entscheidungen für jede Partei treffen soll? Wenn harsche Kritik angebracht wäre, dann nicht am Schiedsrichter, sondern an uns selbst. Denn die Zuschauer und Spieler erzeugten diesen Druck, der einem Schiedsrichter das Leben sehr schwierig macht. Wir sollten lieber froh sein, dass es noch genügend Schiedsrichter gibt.




Wir danken allen Zuschauern, die unser Team heute wieder unterstützt haben!

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8. Spieltag: 09. Oktober 2011

Spfr. Thalfang – Spvgg. Bernkastel-Kues 1:0 (1:0)

Aufstellung
: Vochtel - Krause F. (C), Boughaba, Paul - Krause S., Grigo (Bollig) - Kaufmann, Klein, Leichtweiß (Pestemer) - Blatt C. (Blatt R.), Odigie

Tor: Favour Odigie


Dauerkämpfer Odigie erlöst Thalfang!“


Als Endspiel auserkoren hatten die Spfr. Thalfang I heute die Spielvereinigung aus Bernkastel zu Gast. Es war mit einem engen und hart umkämpften Spiel zu rechnen. Im Heimspiel wollten die Sportfreunde mit den Rückkehrern Frieder Krause – heute wieder Kapitän – Jonas Grigo, Simon Leichtweiß sowie der seit nunmehr als einem halben Jahr nicht praxiserprobte Max Pestemer wieder ihr anderes Gesicht zeigen. Zählten in der vergangenen Saison doch eher die Auswärtsspiele zu den erfolgreicheren Spielen, sind es in diesem Jahr klar die Heimspiele.

Und heute wehte auch ein ganz anderer Wind als vor einer Woche im blutleeren Geisterspiel in Hasborn. Das Team war sich – wie gegen Salmrohr – vollkommen der Wichtigkeit des Spiels bewusst. Dementsprechend verbissen und leidenschaftlich trat das Kollektiv auf. Zweikampfstark von hinten heraus konnte man sich auch sehr schnell diesmal eine Feldüberlegenheit erspielen. Diese wurde nach ca. 10 Minuten mit dem Führungstreffer durch unseren Dauerläufer Favour Odigie belohnt. Dieser zeigte wieder einmal als Vorkämpfer eine beispielslose Leistung und hatte sich dieses Tor einmal mehr redlich verdient. Dennis Kaufmann brachte von der rechten Seite gefühlvoll eime Flanke ins Zentrum, die der Nigerianer mit dem Kopf verwertete.

Das ist es, was die Petry-Elf so lange einmal gebraucht hat! Eine Führung im Rücken, die Schwung und Selbstvertrauen gibt. Ganz andere Gesichter, Körperhaltungen und Zweikampfführungen wurden heute an den Tag gelegt. Ganz anders auch die Kommunikation. Durchdachter, positiver, konzentrierter. Lag es allein an der Rückkehr besagter „Typen“ wie beispielsweise Krause oder Grigo? Oder war es lediglich der Trotzreaktion und dem Publikum im Rücken geschuldet? Beide Faktoren waren heute von zentraler Bedeutung und beflügelten das Team zu einem geschlossenen und 100 prozentig fokussierten Auftreten.

Hälfte eins gehörte demnach klar den Hausherren, die es spielerisch, taktisch wie kämpferisch mit profanen Mitteln verstanden, das Geschehen zu kontrollieren. Die Sechser, personalisiert durch Simon Krause und Jonas Grigo, eroberten wichtige (frühe) Bälle. Die Verteidiger zeigten ein komplett anderes Bild wie die Woche zuvor: Clever und konsequent hart am Mann. Vorne wurde variantenreich kombiniert und das Aufbauspiel von Libero über den Spielmacher bis hin in die Spitzen wurde relativ flüssig vorgetragen. Mankos waren z.T. zu leichte (ungenaue) Abspielfehler und Unkonzentriertheiten bei der Ballan- und mitnahme, die dem Gegner dann doch Räume offen ließen für Gegenangriffe, die jedoch nur zu einer echten Chance führten: Einem Lattenschuss.

Halbzeit. Es lag etwas in der Luft, das unseren Jungs heute den ersten Dreier bescheren konnte und das spürte das Team auch. Noch war ein hartes Stück Arbeit zu erledigen...

...und die zweite Hälfte wurde nervenaufreibend und endete in einem offenen Schlagabtausch.

Im Verlauf der zweiten 45 Minuten drückte Bernkastel mehr und mehr, unser Team, mit einigen verletzungsbedingt sowie mangels Praxis angeschlagenen Akteuren versehen, hingegen ließ etwas nach. So wurde es mit der Zeit hinten drin immer hektischer, weil unser Defensivverbund sich zu weit hinten rein drücken ließ. Kämpferisch hielten unsere Jungs aber gut dagegen, holten alles aus sich heraus.

So tat es uns auch gut, dass erfahrene Spieler durch cleveres Verhalten Ruhe hineinbrachten, z.B. durch geschickt geschindete Fouls. Dies war wohl auch mit der eben angesprochenen „Jetzt-erst-recht“-Trotzreaktion, die man dem Publikum und seinen Kritikern schuldig war heute der ausschlaggebende Punkt. Das Team, das Kollektiv, braucht eben diese Art von Spielern, die vorangehen und die Richtung vorgeben. So konnte man heute bei einzelnen Spielern ein ganz anderes Auftreten erkennen, das sich v.a. in Zweikampfführung widerspiegelte. Jeder kehrte quasi erst einmal vor der eigenen Haustür, packte sich an die eigene Nase und so kam man als geschlossene Gemeinschaft durch profane, schlichte Tugenden wie Kampf und Leidenschaft vor Heimkulisse gut in Tritt und in das Spiel.

Gen Ende wurde es dann offener, weil Bernkastel immer mehr nach vorne warf und dies viele Räume zum Kontern gab. Der nimmersatte Odigie vergab dann noch die beste Gelegenheit, schön eingeleitet über Robin Blatt und Dennis Kaufmann, dessen Hereingabe der Stürmer haarscharf verpasste. Schlussendlich war es somit ein glücklicher, aber hart umkämpfter Erfolg, der – um es kurz zu machen – Balsam für die grüne Seele ist und jedem, ob Spieler, Trainer, Betreuer oder Fan, das Gefühl gibt, das der letzte Strohhalm ergriffen wurde und der Abstiegskampf nun hoffentlich richtig losgehen kann.

Im nächsten Auswärtsspiel gegen den Tabellennachbarn aus Haag gilt es auf fremden Platze diese Leistung natürlich zu bestätigen, um wieder eine gewisse Konstanz hineinzubringen.


Besonderes Lob gilt heute neben dem schob oft erwähnten Odigie dem gesamten Team, das heute im Gerüst, in Einstellung und Moral wieder 1A funktionierte.


Vielen Dank an alle Zuschauer, die uns heute wieder tatkräftig unterstützt haben!

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7. Spieltag: Sonntag, 02. Oktober 2011                                                     

SG Buchholz – Spfr. Thalfang 8:1 (3:0)

Aufstellung: Vochtel - Schmidt, Paul, Boughaba (C) - Räsch (Bonertz), Krause S., Bollig - Kaufmann D. (Krause R.), Klein, Blatt (Töppler S.) - Odigie

Tor: Favour Odigie

Über situativ-kollektive Flegmatik


Kurz nach Abpfiff fehlen einem heute die Worte. Viele Dinge schießen einem durch den Kopf, der bedrückt zu Boden schaut. Ratlose, leere Blicke und die Frage, wie dieses Resultat zustande kommt. Diskussionen hier, Stillschweigen da – jeder hat seinen Weg, mit der Situation umzugehen. Es wird deutlich, dass Team, Trainer und Umfeld an ihre Grenzen gelangen. Wen wundert das in dieser Lage? Wem will man einen Vorwurf machen? Es bringt nichts, Einzelnen Schuld anzukreiden an Gegentoren, Fehlern oder Ähnlichem. Fußball ist und bleibt Mannschaftssport, wo alle an einem Strang ziehen müssen, um schwierige wie gute Zeiten zu durchleben.

Heute war es vor allem die situativ-kollektive Flegmatik, die dieses Resultat zustande brachte und so versuche ich, das Große und Ganze relativ strukturiert zu analysieren. Mit situativ-kollektiver Flegmatik ist hier gemeint, dass es nicht einmal am Intaktsein des Teams oder an der Grundeinstellung im Allgemeinen liegt, sondern mehrere kleinere Faktoren und Einflüsse (situativ) das Spielgeschehen und die Mannschaftsleistung nachhaltig schwanken lassen (kollektiv). Diese Faktoren summieren sich dann und jeder Einzelne beschäftigt sich damit so intensiv, dass sich diese Einflüsse durch das gesamte Kollektiv ziehen.

Der Kader war heute sehr dünn besetzt, verletzte sich doch im Salmrohr-Spiel noch Spielmacher Benedikt Hoff, der heute wie Peter Staudt, Fabian Zender und Robin Blatt sowie Jonas Grigo fehlte, ganz zu schweigen von unserem längerfristigen Ausfällen. So musste der nicht am Trainingsrhythmus teilnehmen könnende Sebastian Bollig und die angeschlagenen Favour Odigie und Christian Blatt durchspielen. Die Liberoposition musste somit als Novize in diesem Terrain Florian Schmidt ausfüllen, der seine Sache aber insgesamt recht ordentlich machte. Im Mittelfeld bot Peter Petry mit Bollig, Krause (Simon) und Räsch drei defensiv ausgerichtete 6er auf, Timo Klein spielte wieder hinter der heute einzigen Spitze Odigie, flankiert von Dennis Kaufmann und Christian Blatt.

Doch nach dem guten Spiel zuhause kamen wir heute überhaupt nicht ins Spiel. Die Zweikämpfe wurden weder gesucht noch angenommen, was freilich der Klasse des Gegners, aber auch der eigenen Einstellung geschuldet war. Fatal in diesem Spiel! Buchholz konnte leicht kombinieren und hatte eine Reihe von guten Chancen, bis unser Team sich ca ca. 15 Minuten ein wenig fing. Umso bitterer, dass ein Torwartfehler von Peter Vochtel den Rückstand mit sich zog - dem 0:2 einige Minuten später ging eine Abseitsposition voraus, die der heute nicht gut pfeifende Unparteische, der aber natürlich nicht Hauptgrund, aber Mitfaktor, für die deftige Pleite war, übersah. Vor der Pause erhöhten die Gastgeber noch auf 3:0, das vierte Tor – der Ball war wohl hinter der Linie – wurde ihnen aberkannt.

Halbzeitfazit: Zu flegmatisch, ruhig und brav war das Auftreten unserer Elf, die es nicht verstand, mit Selbstbewusstsein aus dem guten Spiel gegen Salmrohr in das Spiel zu starten.

In Durchgang zwei spielte man dann ein wenig aggressiver, hatte aber nicht genügend Ordnung, um den gut vorgetragenen Angriffen der Hausherren zu strotzen. Es mangelte hierbei an Kommunikation im Kollektiv und an cleverem Zweikampfverhalten. Zudem hat dieser Defensivverbund so noch nie zusammengespielt, was man auch merken konnte.

Die Umschreibung der letzten fünf Tore ist überflüssig, weil sie den o.g. Faktoren ähnelt. Diese Faktoren (Mangelnde Ordnung, fehlende Kommunikation, Körpersprache und Eingespieltheit, Kalsse des Gegners) spielten dann zusammen und bringen dieses 1:8 mit sich. Erste Auflösungserscheinungen erinnerten an das Binsfeld-Spiel.

Es braucht jetzt, hiermit ist v.a. das anstehende Spiel gegen Bernkastel gemeint, echte Typen, die vorangehen und das verunsicherte Team führen. Es ist vollkommen normal, dass die Mannschaft verunsichert ist in dieser Situation, genauso normal und verständlich ist es, dass kein Team die Ausfälle derart wichtiger Spieler kompensieren kann. Hier kann man der Mannschaft keinen Vorwurf machen.

Allerdings müssen nach der heutigen Leistung Einstellung und Wille hinterfragt werden. Kein Leben, kein Aufbäumen in der zweiten Halbzeit. Gerade deshalb sind jetzt echte Typen gefragt, die Rückkehr unseres Kapitäns Frieder Krause wird sehnsüchtig erwartet.

Im nächsten Heimspiel gegen Bernkastel muss der erste Dreier der Saison her, ob dreckig oder schön, ob knapp oder deutlich. Im Abstiegskampf ist diese Tugend – bedingungsloser Kampf (Brust raus!) um jeden Zentimeter Rasen und jeden Zweikampf – als Kardinaltugend zu bezeichnen. Sie war heute nicht einmal ansatzweise vorhanden und ist demnach vielleicht als Hauptgrund der vielen Faktoren und Einflüsse für die situativ-kollektive Flegmatik zu sehen.

Also Jungs, abhaken und im nächsten Spiel vor heimischem Publikum wieder das andere Gesicht der Sportfreunde an den Tag bringen! Gerade hier wird es vonnöten sein, mit erhobenem und fokussiertem Kopf an die Sache ran zu gehen, im Glauben an die eigenen Stärken: Teamgeist und Moral!

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Freitag, 23. September 2011, 20.00 Uhr:
Spfr. Thalfang I – FSV Salmrohr II 1:1 (0:0)

Thalfang lebt!

Aufstellung:


                                        Peter Vochtel


                                          Jonas Grigo


            Hichem Boughaba                         Mathias Paul


                  Simon Krause                 Timo Klein
                                                   (Fabian Zender)

                                     Benedikt Hoff (C)
                                       (Phlipp Räsch)

 Dennis Kaufmann                                             Florian Schmidt


                                                   Christian Blatt
                                                   (Robin Blatt)

                                         Favour Odigie


Torschütze: Florian Schmidt (90.)


Im Flutlichtspiel am Freitagabend gastierte die zweite Garde aus Salmrohr/ Salmtal auf dem Kunstrasen der Sportfreunde Thalfang. Nach der fünften Niederlage in Folge sah sich das Team von Peter Petry vor diesem Spiel einem enormen Druck ausgesetzt. In Dreis verlor man dilettantisch und zuhause war man in der Pflicht, endlich Zählbares zu holen.

Dazu konnte Trainer Petry wieder auf Jonas Grigo zurückgreifen, der heute die Liberoposition bekleidete, weshalb Kapitän Benedikt Hoff wieder in die Spielmacherrolle schlüpfte, unterstützt vom Burtscheider Timo Klein. Mit zwei Spitzen (Blatt und Odigie) wollte Peter Petry dabei die anfällige Defensive der Gäste unter Druck setzen.

Um die Bedeutung dieses Duells bewusst, startete unsere Mannschaft sehr fokussiert in das Spiel. Sehr schnell wurden die für ein Spiel gegen die kombinationssicheren Samrohrer elementar wichtigen Tugenden an den Tag gelegt. Zweikampfhärte und unmittelbarer Zugriff im Mittelfeld, v.a. im Zentrum, wo Salmrohr über eine Reihe spielstarke Akteure verfügt. Die Gäste hatten zwar anfangs mehr Spielanteile, ein wenig zwingender und dem Führungstreffer näher aber wirkten die Thalfanger.

Florian Schmidt vergab eine der aussichtsreichsten Chancen auf einen Treffer knapp vor dem Tor. Die Grün-Weißen kamen mit fortschreitender Zeit immer besser in die Partie. Natürlich bleib Salmrohr gefährlich und spielerisch filigran – Peter Vochtel vereitelte akrobatisch einen Schuss aus Elfmeterhöhe -, aber die Sportfreunde verteidigten clever. Die Verteidigung um den heute spritzig und wachsam auftretenden Grigo stand nah am Mann und nicht allzu tief, zeigte sich auf das variantenreiche Spiel der Gäste gut eingestellt. Lange wie kurze Pässe wurden gut abgefangen, obwohl es einige Male auch etwas knapp war. Im Mittelfeld wurden viele Wege gemacht und v.a. über Konter, was die logische Konsequenz aus dem taktisch reservierten und ausgewogenen Auftreten war, waren die agilen Außen und der grazile Odigie stetig Unruheherde.

So stand es zum Halbzeitpfiff gerechtermaßen torlos, weil Salmrohr etwas mehr Ballbesitz wie Spielanteile hatte, Thalfang aber näher an der Führung war. Nach dem Seitenwechsel schlossen unsere Jungs nahtlos an die Leistung aus Hälfte eins an. Eine hohe Zweikampfintensität und ein waches Verhalten prägten das Bild der Zuschauer.

Wieder einmal hatte man die beste Möglichkeit, den ersten Tagestreffer zu landen. Dennis Kaufmann kam über die rechte Seite, legte flach in die Mitte, wo der hereinrutschende Favour Odigie das Leder knapp verpasste. Wieder einmal war die Chancenverwertung das Manko unseres Teams, das leider bestraft wurde.

Über unsere linke Seite wurde eine Flanke in die Mitte geschlagen, die Krause, Grigo und Vochtel nicht vor dem an den Ball kommenden Stürmer zu klären vermochten, sodass der Unparteische Elfmeter pfiff. Ob es Hand- oder Foulspiel war, oblag leider nicht meiner Wahrnehmung. Keeper Vochtel sah sich dann dem drohenden Rückstand gegenüber. Als alle schon seinem rechts unten parierten Schuss applaudierten, flutschte ihm der Ball noch einmal aus der Hand, welches ein Salmrohrer eiskalt mit einem Abstauber zur unverdienten Führung verwertete. Hier ist jeglicher Vorwurf von Peter Vochtel abzuweisen.

Doch die Jungs von Peter Petry steckten nicht auf, wieso auch? Alles oder nichts konnte jetzt nur das Motto sein, um ein Fiasko abzuwehren. Im Eifer des Gefechts sah gegen Ende die Nr. 11 der Gäste gelb-rot, was uns aber keinen Vorteil mehr verschaffte.

Die letzte Minute läuft, der Ball wird noch einmal in den gegnerischen Strafraum geschlagen. Florian Schmidt bekommt das Runde, holt ihn mit der Brust hinunter und versenkte es ins Eckige, in die Maschen! Ausgleich, Jubel, Gerenne, Adrenalin, Atmosphäre! Kurz danach ist das Spiel aus, die Thalfanger jubeln.

Es ist ein schönes Gefühl mit einer guten und beherzten Leistung endlich mit etwas Zählbaren vom Platz zu gehen. Heute hat im Kollektiv auch wieder alles gestimmt. Einstellung, Moral, Spiel und Präsenz. Es schien, als seien unsere Spieler auf den Gegner und seine spritzigen Offensivkünstler optimal vorbereitet zu sein und endlich wurde der hohe Aufwand belohnt, obgleich das Unentschieden an sich betrachtet zu wenig ist. Aber nach diesem Spielverlauf kann man damit nur zufrieden sein, es ist ein positiver Impuls, auf dem sich für die nächsten Wochen aufbauen lässt. Strahlende Gesichter, die sich im ausgelassen lachenden Odigie widerspiegeln. Thalfang lebt!

Wir danken allen Fans für die zahlreiche Unterstützung!

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4. Spieltag: 10. September 2011, 17.00 Uhr:                                            

Spfr. Thalfang - SV Hetzerath 1:2 (0:1)

Aufstellung:

                                       Peter Vochtel

                                      Frieder Krause (C)

              Mathias Paul                                   Hichem Boughaba

                                      Simon Krause

                              Benedikt Hoff            Timo Klein

Dennis Kaufmann                                            Florian Schmidt

                  Christian Blatt              Favour Odigie

Einwechslungen: Robin Blatt für Simon Krause, Fabian Zender für Timo Klein, Sebastian Bollig für Christian Blatt

Über das Zusammenspiel mehrer Faktoren

Im ihrem zweiten Heimspiel empfingen die Sportfreunde Thalfang I heute den SV Hetzerath. Nach dem 1:7 in Landscheid wollte das Team heute wieder in die Erfolgsspur zurückfinden.

Hierbei fehlten Philipp Räsch und Peter Staudt, sowie die verletzten Leichtweiß und Kaufmann (Mike). So musste Peter Petry wieder einmal umstellen und schickte im vierten Spiel die vierte Aufstellung auf den Platz. Dies tut natürlich keiner Mannschaft gut, vor allem der unseren in dieser durchaus als schwierig zu bezichtigenden Situation nicht.

Die Jungs begannen das Spiel sehr konzentriert, wusste man doch um die Relevanz dieses Heimspiels: Wiedergutmachung im Hinblick auf das Niederkail-Spiel und natürlich endlich in die richtige Spur zu finden. Kombinationssicher präsentierte man sich aus der Defensive heraus, stand gut und erarbeitete sich eine leichte Überlegenheit, gepaart mit einigen Chancen. Die beste gehörte Odigie, der nur das Aluminium aus kurzer Distanz traf.

Aber wie es so ist, wenn du unten drin steckst, fängst du dir die einfachsten - man verzeihe mir diese Metapher - "Eier" ein. Verteidiger Boughaba ließ sich von seinem Gegenspieler an der Sechzehnerkante leicht umkurven und dieser konnte aus spitzem Winkel an Keeper Vochtel vorbeischieben. Viel zu einfach und unclever musste man den frühen Rückstand hinnehmen, dem man erneut hinterlaufen musste.

Es gelingt unserem Team derzeit einfach nicht, einmal in Führung zu gehen und mit letzterer im Rücken dann das Spiel zu kontrollieren. Dies ist, mit der eben angesprochenen Inkontinuität in der Aufstellung, sicherlich mit ein Grund für die derzeitige Situation. Somit war es in der ersten Halbzeit nicht das Spiel unserer Mannschaft, die sich nach dem Gang in die Kabinen entschlossener präsentierte.

Doch wieder einmal war es die fehlende Abgeklärtheit in der Defensive, zu der nicht nur die Abwehr gehört (!), die meist nur das letzte Glied einer Fehlerkette ist, die dem zweiten Gegentreffer zu Grunde lag. An dieser Stelle sei die einzigartige Moral unserer Elf besonders zu loben. Kein Aufstecken, sondern die richtige Trotzreaktion wurde mit dem Anschlusstreffer belohnt. Frieder Krause, der ab nächster Woche kurzfristig erst einmal nicht mehr zur Verfügung stehen wird, köpfte einen Eckball von Dennis Kaufmann à la bonheur in den Winkel.

Jetzt ging noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft, die aufopferungsvoll für den Ausgleich kämpfte. Florian Schmidt konnte nach Flanke von Dennis Kaufmann von rechts den Ball aus wenigen Metern nicht unterbringen. Es wäre die Chance zum nicht mehr erzielten Ausgleich gewesen, die aber symptomatisch für die derzeitige Lage ist.

Fußballerisch, kämperisch und moralisch - in dieser Zeile sei der nach einem Zusammenprall mit einem "Turban" weiterspielende Mathias Paul als Paradebeispiel hervorgehoben - stimmte die Leistung absolut, jedoch war das Loch im Mittelfeld zu groß, als dass man durch konsequenteres Auf- und Nachrücken noch mehr für das Spiel hätte tun können. Deshalb wurde es Hetzerath auch zu einfach gemacht, die durch zwei echte Chancen dieses Spiel schmeichelhaft gewannen.

So sind es zusammengefasst zwei Gründe, die für hängende Köpfe und betretenes Schweigen nach Abpfiff sorgten: 1., die mangelnde Cleverness, die sich in Offensive beim Auslassen von Großchancen und beim finalen Pass, sowie in der Defensive bei Zweikampfführung und Kompaktheit widerspiegelt und in Punkt 2, dem fehlenden Selbstvertrauen, mit begründet ist. Diese beiden Komponenten gipfeln schlussendlich in einem Fakt, der uns zur Zeit das Leben schwer macht und in vielen Bereichen zu erkennen ist: Die erste Mannschaft scheitert zu oft an sich selbst. So gelingt es nicht, in Führung zu gehen. Oder die ersten Zweikämpfe, durch die man sehr oft in ein Spiel hineinfindet, werden nicht gewonnen. Alles kleine Faktoren, die sich dann häufen, zusammenspielen und dann dieses Resultat hervorbringen.

Nichtsdestomehr ist es gerade in dieser kniffligen Saisonphase wichtig, ruhig zu bleiben und voreilige, eventuel sogar falsche Entscheidungen und Urteile zu vermeiden. Im nächsten Spiel gegen Aufsteiger Dreis muss man den Kopf wieder frei haben und sich - alle an einem Strang ziehend - auf das Wesentliche konzentrieren, nämlich die ersten Punkte der Saison.

Wir danken allen Fans, die uns heute unterstützt haben und können im nächsten Spiel natürlich eine zahlreiche Fangemeinde gut gebrauchen!

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2. Spieltag: 28. August 2011, 14.30 Uhr:

Spfr. Thalfang - SV Zeltingen-Rachtig 2:4 (1:2)

Aufstellung:

                                          Peter Vochtel

                                          Frieder Krause (C)

           Hichem Boughaba                                    Peter Staudt

                        Philipp Resch                    Mathias Paul

                      Benedikt Hoff                                      Dennis Kaufmann

                                               Timo Klein

                          Florian Schmidt                   Favour Odigie

Einwechslungen: Christian Blatt für Timo Klein, Robin Blatt für Philipp Resch

Grün-Weiß bringt sich in packendem Elferkrimi selbst um die Ernte

Ungewohnterweise fangen wir nach dem heutigen Spiel einmal mit dem Fazit an: Bitterer und tiefer Stich ins Sportfreunde-Herz, nach einer hin- und herwogenden und intensiv geführten Partie. Wie in Mülheim bringen sich die Jungs von Peter Petry selbst um den Ertrag, trotz maximalem Arbeitsaufwand.

Zur Aufstellung: Rückkehrer Hichem Boughaba rückt für Urlauber Simon Krause auf die Verteidigerposition, Philipp Resch für den verletzten Simon Leichtweiß ins Team. Timo Klein agierte erneut auf der Spielmacherposition, Benedikt Hoff und Dennis Kaufmann komplettierten das Milieu. Außerdem war Florian Schmidt heute wieder dabei, hatte er doch im ersten Spiel urlaubsbedingt gefehlt, und wirbelte für Christian Blatt.

Das Spiel gegen den qualitativ stark einzuschätzenden Gegner beginnt recht gut für die Sportfreunde, die nach anfänglicher Nervosität gut dagegen halten und sogar erste kleinere Chancen haben. Zeltingen spielt aus einer Viererkette heraus, wo über die Außenverteidiger viel Druck aufgebaut wird, sodass sich unsere Elf oft mit einem Übergewicht im Mittelfeld konfrontiert sieht. Dennoch ist das Spiel nach ca. 20 Minuten ausgeglichen.

Umso bitterer der Rückstand und dessen Entstehung: Mathias Paul klammert im 16er, Elfmeter (Nr. 1) für die Moselaner, der zur Führung genutzt wird. Doch die Hausherren finden schnell die passende Antwort, denn kurz darauf kann Dennis Kaufmann nach einem flüssigen Angriff über rechts den Ausgleich erzielen - sehr wichtig in dieser Phase. Die Petry-Elf hält dagegen und spielt gut mit.

Es ist nun erst recht ein Duell auf Augenhöhe, doch erneut schlagen die Gäste eiskalt zu. Über die rechte Seite (von uns aus gesehen) kann eine Flanke ohne Probleme den sträflich freistehenden Amgreifer erreichen, der ohne Mühe einnickt. Der erneute Rückstand, doch die Gastgeber kommen vor dem Gang in die Kabinen durch ein Foul im Strafraum an Florian Schmidt noch einmal zur Ausgleichsmöglichkeit. Der Elfmeter (Nr. 2) ist aber nicht drin, der Torwart kann den Schuss des Gefoulten parieren. So verpassen die Grünen vor der Pause eine wichtige Gelegenheit und müssen nach dem Seitenwechsel druckvoll anrennen...

...was dann auch erfolgreich gelingt. Angriff über Angriff wird auf das Zeltinger Tor vorgetragen, aber es fehlt an Kaltschnäuzigkeit. Florian Schmidt vergibt in dieser Phase die beste Chance, allein vor dem Torwart stehend. Dieses Nichtnutzen der eigenen Möglichkeiten wird direkt bestraft, Zeltingen kann das 1:3 erzielen. Alles Anrennen schien angesichts dieser Effizienz umsonst.

Doch unsere Erste lässt nicht nach, ganz im Gegenteil: Mit noch einmal erhöhtem Druck rennen sie an und können das 2:3 verbuchen, nachdem Kapitän Frieder Krause zuvor Elfmeter Nr. 3 verschossen hat. Regisseur Benedikt Hoff vollstreckt, natürlich einen Strafstoß (Nr. 4) - diesmal sicher. Thalfang drückt weiter, schnelle Gegenangriffe mit weiten Bällen zumeist auf den agilen Odigie, prägen das Spiel in diesem Abschnitt - klar, es muss schnell gehen. Dennis Kaufmann kann wenig später mit seinem zweiten Tagestreffer dann auch den mehr als verdienten und frenetisch gefeierten Ausgleich markieren.

Aus 1:3, mach 3:3, was für ein Spiel auf dem Kunstrasen, doch die Fans halten weiter den Atem an. Zeltingen kommt noch einmal zum Angriff. Als der Ball sicher schien und Benedikt Hoff ihn aus der Gefahrenzone klären wollte, versprang diesem das Leder und Frieder Krause konnte den gegnerischen Angreifer nur noch per Foul stoppen, ein umstrittener Elfmeter... Es hilft nichts, das Ende kennen Sie ja: Elfmeter Nr. 5!

Fünf Elfmeter in einem Spiel zeigen die immense Intensität dieses Duells, das in Zeltingen seinen nicht verdienten Sieger findet. Dennoch muss man den Blau-Weißen einen gewissen Tick mehr Cleverness zugute halten, der ihnen letztlich den Dreier bescherte. Häufig wurde das Spiel wegen kleiner Fouls unterbrochen, die die Zeltinger durch teilweise polemische Gesten und Mimiken geschickt einfädelten. Der Schiedsrichter zeigte leider keine klare Linie, war aber nicht der Grund, warum die Petry-Elf nach zwei Spielen sechs Punkte verschenkt hat.

Was im Kontrast zur Missernte steht ist das heutige Auftreten des Teams. Nach den vielen Schelten wegen des Mülheim-Spiel zeigte die Mannschaft heute eine beherzte und geschlossene Leistung, auf der sich auf jeden Fall ausbauen lässt. Heute scheiterten die Jungs (wieder einmal) nur an einem: An sich selbst.

Wir danken allen Fans, die uns heute so zahlreich unterstützt haben!

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Vorberichte

Vorbericht zu den Spielen unserer Seniorenmannschaften

Spvgg. Bernkastel-Kues – Spfr. Thalfang
So, 15.04.12, 14.30 Uhr

FC Hilscheid – Spfr. Thalfang
Sa, 14.04.12, 16.30 Uhr

Über "heißen Brei" und "Mund abputzen"
 

Der Frühling hat Mitte April längst begonnen und das Osterfest liegt gerade hinter uns. Vielleicht scheint diese Woche wieder mehr die Sonne als letzte, vielleicht ist zu diesem Wochenende in der Bundesliga schon eine Vorentscheidung in puncto Meisterschaft gefallen. Inmitten dieser Nostalgien und Eventualitäten haben die Sportfreunde an diesem Wochenende ganz andere Prioritäten als Wetter oder Bundesliga.

Ich brauche, wir brauchen, man braucht – völlig gleich – nicht um den heißen Brei herum zu reden. Für unsere 1. Mannschaft sind die nächsten beiden Partien gegen Bernkastel und Haag die über Abstieg oder Klassenerhalt entscheidenden Partien. Mehr denn je wird in diesen Spielen hauptsächlich eines gefragt sein: Der geschärfte Blick auf das Wesentliche. In diesen zwei Wochen müssen Privates, Probleme, Egoismen oder Streitigkeiten ad acta gelegt werden. Es bleibt keine Zeit mehr für Derartiges, sei es Gerede, Gerechne oder Gezicke. Alles muss für den Erfolg zurückgestellt werden, so hart es klingt. Nach der 0:2-Niederlage zuhause gegen die Spielgemeinschaft Buchholz/ Hasborn/ Manderscheid, über deren Kausalitäten und Schuldigern sich Zungen von allerlei Richtungen zerreißen und an deren Geschehnissen ich leider nicht teilnehmen konnte, konnten die Sportfreunde über Ostern noch einmal reflektieren, sich sammeln, sich vielleicht noch einmal mehr klar über die Situation werden. Mit 5 Punkten auf Bernkastel, die auf Platz 11 stehen und mit einem Sieg gegen Haag bis dato drei Punkte in der Rückrunde einfuhren, hat die Elf von Michael Heib noch alle Chancen. Habe ich in meinem letzten Vorbericht über die von Marco Kurz zitierte Gier geschrieben, so scheint unser Team dies im letzten Spiel faktisch belegt umgesetzt zu haben. Mehr als eine Hand voll gelber Karten sind nur ein Zeichen dafür, dass unser Team mit allen Mitteln versuchte, dem starken Gegner Paroli zu bieten. Schon gegen Dreis und Salmrohr war dieser Kampf gegen den Abstieg im wahrsten Sinne des Wortes in gesteigerter Form zu sehen.

Eine gesteigerte Form war auch bei Thalfang II zu erkennen. Gegen Hundheim bot man nach langer Durststrecke endlich wieder einmal eine beherzte Leistung auf eigenem Geviert! Leidenschaft, Kampf und Torchancen, die leider nicht belohnt wurden. Nun steht auf der Schwedenschanze das Derby gegen Hilscheid an. Außerhalb des Rasens Freundschaft und Loyalität, auf dem Platz eine gesunde Rivalität – so soll es sein! Ohne Zweifel, das Team von Langzeitcoach Marec Caspary hat sich in der Winterpause mehr als ordentlich verstärkt und mit den beiden Siegen, u.a. gegen Neumagens Zweite, auf seine starke Form aufmerksam gemacht. Erinnern wir uns einmal an das Hinspiel, als sich das Team von Spielertrainer Alex Bonertz nach 1:0-Führung noch die Butter vom Brot nehmen ließ – verdientermaßen muss man sagen. Hilscheid wusste vor allem durch seine Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor zu gefallen, unserem Team gingen Personal und Luft aus. Das Unterfangen ist diesmal ein anderes. Die Rollen sind meiner Meinung nach vor allem angesichts der Heimstärke und des Tabellenrangs der Gastgeber klar verteilt. Man sollte deshalb salopp gesagt an das letzte Spiel anknüpfen + noch ein paar mehr „Derbyprozente“ draufpacken, will man in Hilscheid bestehen. Besonders die Individualisten müssen aus dem Spiel genommen werden, bestimmen deren Tagesform doch das Spiel unserer Nachbarn.

Individualismus, dieses Wort muss für unsere erste Mannschaft ad absurdum gelegt werden. Man hat gemerkt, v.a. in den letzten Spielen, wenn alle an einem Strang ziehen und jeder für den anderen ackert, kämpft und läuft, dann ist ein Erfolg möglich. Selbst nach der Buchholz-Niederlage saß man bei ein paar Bier zusammen, weil die Leistung gestimmt hat! In den bevorstehenden Partien müssen wie schon erwähnt viele Sachen hinten angestellt werden. Man muss sich auch mal den Mund abwischen und weitermachen. Jetzt erst recht heißt das viel zitierte Motto! Jungs, Ihr müsst euch im Klaren sein, dass ihr über eure Grenzen hinaus gehen müsst – sei es noch so schwierig. Nur eine Minute schlafen, ein Gramm nachlassen, einen Zentimeter weniger den Acker umpflügen könnten schon zu viel sein.
Fassen wir es so gut wie möglich zusammen für diesen Spieltag. Die Vorbereitung auf das Spiel beginnt allerspätestens jetzt, die Köpfe müssen frei und auf 100 + x % geladen sein am Samstag bzw. Sonntag, wenn es in den Endspurt dieser Saison geht. Wer nach dem Spiel vom Platz geht mit dem Gefühl, in jedem Moment nicht alles gegeben zu haben, dem ist nicht mehr zu helfen!

Angesichts dieser entscheidenden Wochen bitte ich Euch mir mein immer mehr emotional getragenes Schreiben nachzusehen und zu verstehen. Ich erhoffe mir durch die zunehmende Schärfe meiner Berichte einfach ein bisschen mehr Esprit und Emotionalität.
Vielen Dank und zwei faire und spannende Spiele!

Roland Krause
Pressewart

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Sa, 03.03.12, 17.00 Uhr:
Spfr. Thalfang - SG Binsfeld

Der 3. März läutet bei den Sportfreunden in diesem Jahr eine besondere Runde ein: Eine Rückrunde, in der es rein um den Kampf ums Überleben geht. In der Winterpause hat sich hierbei viel getan. Zunächst einmal musste man sich nach dem Rücktritt unseres langjährigen Trainers Peter Petry nach einem neue Trainer umsehen und stieß dabei auf eine Alternative in den eigenen Reihen: Michael Heib, der schon zwei Spiele vor der Winterpause interimsweise leitete, übernimmt ad hoc das Amt des Trainers bis zum Saisonende. Er ist damit eine sehr gute Lösung, da er den Vorteil mitbringt, das Team und dessen Strukturen bestens zu kennen, die ein neuer Trainer erst hätte kennenlernen müssen.

Den nächsten strukturellen Wandel gab es in puncto Spieler. Der Abgang unserer Spieler Mathias Paul und Philipp Räsch dezimiert den Kader nochmals, sodass es bei Verletzungen, wie es in der Hinrunde der Fall war, noch prekärer wird. Die Hoffnungen ruhen natürlich auf den Rückkehrern, deren Namen zeigen, was das Team in 15 Spielen aufzufangen versuchte: Benedikt Hoff, Mike Kaufmann, Simon Leichtweiß, Peter Staudt. Allesamt Stammspieler, deren verletzungsbedingtes mit dem anderweitig bedingtem Fehlen weiterer Spieler (beispielsweise Frieder Krause wegen eines Auslandsaufenthaltes) eine Inkonstanz herbeiführte, mit der es jedes Team schwer hat fertigzuwerden. Nach fünf Wochen Vorbereitung wartet auf die Hunsrück-Elf dabei ein echter Hochkaräter.

Machen wir es bezüglich der Ausgangslage kurz: Angesichts des letzten Platzes unserer Elf mit einer miserablen Auswärtsbilanz von null Punkten und der Tatsache, dass die zur Saison gegründete Spielgemeinschaft Niederkail/ Landscheid/ Binsfeld unsere Jungs im Hinspiel mit 1:7 abfertigte und seit Langem für temporeichen und hochpräzisen Fußball bekannt ist, sind die Rollen klar verteilt. Die Gäste aus der Eifel stellen in Reuland (16) und Kollay (12) zwei der stärksten Angreifer der Liga, die sinnbildlich für das variable Offensivspiel stehen. Spielverlagerungen, Tempowechsel und Kurzpassspiel sind die Attribute, die das Team ausmachen. Wie immer in den Duellen mit dem Tabellendritten wird es hier auf 120%-ige Konzentration über 90 Minuten ankommen. Erinnern wir uns an den 1:0 Heimsieg 2009 als die Truppe von Peter Petry dank beherzter und cleverer Defensivleistung 3 Punkte in Thalfang ließ, bzw. an den 4:2 Auswärtssieg im Jahr darauf. Beherzt und clever, das werden wohl die Attribute sein, auf die die Heib-Elf das Augenmerk legen muss.

Dabei wird es wie in jedem Heimspiel darauf ankommen, über 90 Minuten an seine Chance zu glauben, die man ja in den Vorsaisons durchaus hatte. Hängende Köpfe, fehlende Einsatzbereitschaft oder gar Gemaule sollten hierzu schon vor Anpfiff ad absurdum gelegt werden. Wie es der Trainer fordert, sollte jeder sich im Klaren sein, wofür er mit seinem Einsatz einsteht: Volle Pulle alles aus sich herausholen! Wenn am Samstag die Zuschauer an den Banden lehnen, wird es zu spät sein sich in Plattitüden zu flüchten, denn dann zählt's nur noch auf dem Platz!


In diesem Sinne: Allen Beteiligten ein faires und spannendes Spiel!
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Nachlese

Der November neigt sich dem Ende zu und wird wie jedes Jahr durch das Highlight „Rocknacht“ terminiert. Aus diesem Anlass finden beide Spiele unserer Seniorenmannschaften samstags statt.

Der November geht zu Ende und wenn man auf das letzte Spiel der 1. Mannschaft schaut, kommen einem erneut Rätsel auf. Begeisternder Fußball, gipfelnd in einem Torfestival, wie es die Zuschauer in der letzten Hinrunde zuletzt erleben durften. Nach den peinlichen bis beschämenden Pleiten gegen Lüxem II und Traben-Trarbach gelang der Elf von Peter Petry mit dem 6:1 ein Achtungserfolg, ein Lebenszeichen. Hier ist aber absolute Vorsicht und Bodenständigkeit angebracht, weshalb man diese Leistung mit einer gesunden Mischung aus Realismus und Optimismus einschätzen sollte.

1., Klausen war an diesem Tag kein hochklassiges A-Liga-Kaliber, konnte nach der frühen Führung durch Dennis Kaufmann keinen strukturierten Fußball zeigen. 2., unser Team war es den Zuschauern und sich selbst schuldig, diese Leistungssteigerung zu zeigen und sich für den hohen Einsatz zu belohnen. Und 3. wären unkontrolliertes Selbstbewusstsein bzw. - verständnis oder gar Rechnerei vollkommen fehl am Platz.

Andererseits sollte man das Gezeigte auch nicht schmälern. Tempo, Präzision und Laufbereitschaft erinnerten an Heimspiele aus der letzten Hinrunde. Im Vergleich zu den letzten Spielen zogen endlich einmal wieder alle an einem Strang, weshalb man hier vielleicht das Wort „situativ-kollektive Euphorie“ in den Mund nehmen darf. Was das Spiel auch zeigte: Das Team kann es (noch). Ein Spiel dominieren – u.a. auch begünstigt durch eine gelb-rote Karte -, den Takt angeben. In Heimspielen zeigen die Sportfreunde durchweg gute Leistungen, die Frage lautet ganz schlicht: Warum nicht in Auswärtsspielen? Das ist sportlich gesehen die wohl größte Hürde momentan: Die Gruft zwischen Heim- und Gastauftritten. Fehlt es auswärts vielleicht an Druck? An Selbstbewusstsein? An Glauben?

Seltsamerweise sind alle drei Komponenten zuhause immer gegeben. Druck durch die Zuschauer, selbstbewusstes Auftreten und durch Körpersprache vermittelter Glaube an den Sieg.

Gegen die mit Neuzugängen gut verstärkten Mülheimer muss der nächste Dreier her, will man wieder über den Tellerrand hinaus schauen. Ob der Sieg gegen Klausen mehr als ein Lebenszeichen war, gar vielleicht ein Befreiungsschlag, gilt es in diesem Heimspiel zu beweisen.

Fakt ist aber auch, dass derartige Leistungen nicht nur zuhause bzw. punktuell auf das Tablett gebracht werden können und dass im Kampf ums nackte Überleben nicht jedes Spiel zu ablaufen kann wie dieses und dass es auf mehr ankommt als guten Fußball.

Deshalb muss mit Rückständen, Fehlern o.ä. rascher abgeschlossen werden, danach die „Schnauze abgewischt werden“ und die „Fresse in den Wind gehalten werden“, um auch mal durch andere Tugenden zu gewinnen.

Aus diesem Grund kann es für die letzten beiden Spiele 2011 nur folgende Grundsätze geben: Vorangehen, seine eigene Leistung zu 100% abrufen, Zeichen setzen!


Wir wünschen allen Zuschauern ein faires und spannendes Spiel!

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Vorbericht zum 12. Spieltag

Begegnungen: SV Lüxem II - Spfr. Thalfang

                      SV Heidenburg – Spfr. Thalfang II

Der einst in einem Vorbericht zitierte „heiße Herbst“ in Thalfang geht in die finale Runde. Der November steht vor der Tür, danach ist Mitte Dezember auch schon wieder Schluss mit der Hinrunde.

Am letzten Freitag verlor unsere zweite Mannschaft äußerst unglücklich in Berglicht. 2:4 hieß es am Ende in einem sehr hitzigen Gefecht, in der TH2 dem Tabellenkrösus mit einer spielerisch, taktisch und kämpferisch anspruchsvollen Leistung Paroli bot. Man hätte das Spiel gewinnen müssen, scheiterte unter dem Strich aber an zwei Parametern: Der mangelnden Chancenverwertung und dem Schiedsrichter. Vorne fehlte es an Präzision, Timing oder Wucht, weswegen die 2. Mannschaft auch insgesamt erst 17 Tore auf der Habenseite hat. Der Schiedsrichter entschied mit einer grotesken Fehlentscheidung, indem er ein klares Stürmerfoul übersah, die Partie.

Dennoch muss das Team von Alex Bonertz und Jonas Grigo lernen, über 90 Minuten hinweg konsequent hinten rauszurücken. Nur durch das weite Aufrücken werden die Räume im Mittelfeld eng, dadurch das eigene Aufbauspiel und Kombinieren einfacher und der Gegner enger zugestellt.

Im nächsten Spiel geht es gegen Liganeuling Heidenburg, die in den letzten Spielen schwer am kommen sind. Vor allem die Offensive weiß durch eine Reihe an guten Einzelkönnern zu gefallen. Diese müssen eng gedeckt und dadurch deren Radius massiv eingeschränkt werden. Hinten ist das Team von Hans-Joachim Dörr sehr anfällig, zeigt vor allem beim Kurzpassspiel Schwächen. Lange Bälle stellen kein Problem für die erfahrenen Defensivleute, sodass unsereins es primär mit flachen Bällen probieren sollte.

Nach den Ausfällen von Thorsten Damm und Kevin Berens ist der Kader sehr ausgedünnt, sodass die anderen, bisher eher im Hintergrund agierenden Spieler nun gefragt sind. Wie gegen Berglicht bedarf es gegen Heidenburg dringend an Zweikampfstärke und vor allem 110%iger Konzentration in der Defensive, die sich zuletzt nicht mehr so sicher zeigte.

Konzentration auf das Wesentliche, dies wird auch wieder beim Spiel der 1. Mannschaft gefragt ein. Zuletzt hatte sie, so wie auch die 2. Mannschaft, oft mit dem Unparteischen zu hadern. Die Frage ist, inwiefern man sich davon ablenken lässt oder lassen darf. Es ist sehr schwierig, sich diesbezüglich nicht zu sehr hineinzusteigern. Aber wenn man sich darin zu sehr verliert, verliert man sich selbst und die Partie. Die zweite Frage ist, ob man auswärts wieder eine andere, beherztere und konzentriertere Leistung an den Tag legen kann als zuletzt. Gegen den direkten Konkurrenten ist ein Sieg absolutes Muss! Wie in den Heimspielen sollte man deshalb die Parameter Leidenschaft und Wille erfüllen, um darüber ins Spiel zu finden. Diese muss man mit der nötigen Abgeklärtheit und Ruhe kombinieren, denn zu hastig agierte man zuletzt in Haag. Jeder Einzelne muss an seinen Schwächen arbeiten: Torwart, Libero, Manndecker, 6er, Offensive. Strafraumbeherrschung, Stellungsspiel, Laufwege, Kaltschnäuzigkeit. Dabei ist es auch wichtig, dass das Team zu jeder Sekunde zusammenhält und versucht, sich gegenseitig zu pushen und aufzubauen. Zu oft noch wird zu wenig kommuniziert auf dem Platz. Von außen wie auch auf dem Platz ist daher nur konstruktive und möglichst nüchtern ausgedrückte Kritik gefragt.

Zu guterletzt ein letzter Appell an beide Teams. Wieder einmal lässt sich statistisch belegen, dass unsere Teams die fairsten der Liga sind. Dies mag löblich und an sich nicht zu kritisieren sein, jedoch kommt es darauf im Abstiegskampf nicht an! Viel öfter sollte man durch cleveres Verhalten einmal dem Gegner zeigen, dass man sich nicht so einfach hinunterbuttern lässt. Ob es durch ein taktisches Foul oder Trikotzerren ist, ist völlig gleich. Wichtig ist, dass man dies zur richtigen Zeit am richtigen Ort macht.

Auf geht es in den Endspurt des „heißen Herbstes“. Kühlen Kopf bewahren, aber auch einmal die kalte Schulter zeigen! Soll heißen: Möglichst viel Konzentration auf das Wesentliche!

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8. Spieltag, 09.10.11:                                                                                     

Spfr. Thalfang I – Spvgg. Bernkastel-Kues

In der dieswochenendigen Heimpartie kommt es zum wohl interessantesten und brennendsten Spiel der Sportfreunde seit Langem. Die Gründe dafür liegen auf der Hand und müssen nicht weiter ausgeführt werden: Unsere Jungs brauchen dringend Punkte! Zählbares! Dabei trifft man auf einen schwer einzuschätzenden Gegner.

Bernkastel, seines Zeichens souveränder Aufsteiger der B-Klasse I, ist gut in die Saison gestartet und steht deshalb mit 10 Punkten aus 6 Spielen für einen Aufsteiger formidabel da. Unserem Team muss bewusst sein, dass es sich um einen sehr gefährlichen Gegner handelt, die den Durchmarsch von der C- in die A-Klasse binnen 2 Jahren (!!!) geschafft hat. Die Stärken liegen klar in Heimspielen und in der Defensive (12 Gegentreffer). Schwer einzuschätzen ist die Elf von Alfred Weyland deswegen, weil sie für Überraschungen gut ist (4:0-Sieg gegen Gonzerath, 2:6-Niederlage gegen Hetzerath). Man sollte also mehr als gewarnt sein vor den Moselanern, die es auch versteht auf Kunstrasen guten Fußball zu spielen.

Für die Mannschaft von Peter Petry, der nach den heftigen Personalsorgen zuletzt diesmal möglicherweise wieder mehr Spieler zur Verfügung hat, wird darauf ankommen, diesmal die Zweikämpfe zu suchen, anzunehmen und vor allem: Für sich zu entscheiden. Um wieder auf die richtige Spur zu finden müssen diese einfachen Tugenden, die gegen Buchholz sträflich missachtet wurden, unbedingt an den Tag gelegt werden. Das Publikum muss so hinter sich gebracht werden, es muss eine Stimmung auf und neben dem Platz geschaffen werden, mit der unser Team (bisher) versteckte Kräfte freisetzen kann. Alle Heimspielpunktverluste waren knapp bemessen und ihnen gingen gute Spiele voraus. Zeltingen, Hetzerath, Salmrohr – jedes Mal zeigten die Hausherren anständige Leistungen, die leider aufgrund von Unzulänglichkeiten in Offensive wie Defensive nicht belohnt wurden. Selten war der Druck höher, selten war das heimische Publikum, das den Willen spüren muss, wichtiger, selten stand man mit dem Rücken so zur Wand – zuletzt war dies 2007 der Fall, als man die letzten beiden Spiele gegen Reil und Zeltingen gewinnen musste und 6 Punkte mitnahm.

Damals wie heute kommt es auf den unbedingten Willen (Kampf, Leidenschaft), viel Kommunikation (Motivieren, Ordnen, Kommandos) und die Körpersprache (Kopf oeben halten, Brust raus) an. Dabei muss uns bewusst sein, dass man Spiele durchaus auch – in Anführungszeichen wohlgemerkt - „dreckig“ gewinnen kann. Viel zu brav war das Auftreten gegen Buchholz. Man muss einfach über die ersten Zweikämpfe in so ein Spiel finden, über einfache Fußballtugenden. Nur so, und nur so kann man die Chance beim Schopfe packen!


Helfen Sie, helft Ihr mit, dass unsere Jungs wieder in die richtige Spur finden!


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Vorbericht zum 6. Spieltag der Spfr. Thalfang I und II

Heißer Herbst in Thalfang

Wenn die Sportfreunde Thalfang an diesem Freitag bzw. Samstag auf Salmrohr und Hilscheid treffen, kann man als Außenstehender einen gemeinsamen Gesichtspunkt herauskristallisieren, unter dem beide Partien stehen. Es handelt sich eindeutig um zwei richtungsweisende Spiele.

Die 1. Mannschaft steht nach 0 Punkten nach 5 Spielen mit dem Rücken zur Wand. Es ist der schlechteste Saisonstart der letzten Jahre und die Gesamtsituation ist schwierig einzuschätzen. Das Fehlen von Leistungsträgern wie Kapitän Frieder Krause, Mike Kaufmann und Simon Leichtweiß kann das Team nicht so einfach kompensieren. Zudem kommt eine Ungewissheit bzw. Inkonstanz in der Aufstellung, wie es sie bislang selten gegeben hat. Bei einigen Spielern ist es über kurz oder lang studienbedingt oder arbeitsbedingt nicht sicher, ob sie wochenends zu den Spielen verfügbar sind.

Dies hat auch der 2. Mannschaft im letzten Jahr schwer zu schaffen gemacht. Diese hat nach dem 1:1 in Hinzerath mit Hilscheid den Lokalrivalen schlechthin vor der Brust. Man steht tabellarisch gut da, kann mit Recht mit Selbstvertrauen in die Spiele gehen. Allerdings muss das Team einsehen, dass für den Erfolg von Woche zu Woche hart gearbeitet werden muss. Das mag nicht heißen, dass es an Einstellung oder Moral mangelt – im Gegenteil. Wenn man über zu viele andere Dinge, auch außerhalb des Platzes, nachdenkt oder spekuliert, und sich davon ggf. ablenken lässt, wirkt dies der eigentlichen Stärke der Truppe entgegen: Der Konzentration auf das Wesentliche.

Daran sollte auch die Petry-Elf festhalten. Mit Salmrohr gastiert wieder eine bärenstarke Mannschaft auf dem Thalfanger Kunstrasen. Beste Offensive, beste Defensive, selten sind Statistiken so aussagekräftig. Diese sprechen aber bei Heimspielen gegen die Salmtaler entgegen der momentanen Situation nicht gegen uns. 4 Punkte aus den letzten beiden Heimspielen, der letzte Sieg (2:1) gelang auch bei Flutlicht. Man sollte daher gegen die für ihre Kombinationssicherheit und Leichtfüßigkeit bekannten Gäste eine hohe Zweikampfintensität und aber eine clevere Zweikampfführung an den Tag legen. So bekam man im letzten Spiel wieder ein Strafstoßgegentor, das vierte (!) der laufenden Saison. Hinten müssen im Hinblick auf diese Faktoren klare Sachen gemacht werden.

Dies gilt natürlich auch für Thalfang II. Der FC Hilscheid stellt in diesem Jahr eine gute Mannschaft, die viel Potenzial aufweist. Schwachpunkt ist mit Sicherheit (noch) die Defensive, die mit 16 Gegentreffern zu einer der schwächsten der Klasse gehört. Demgegenüber steht das Mittelfeld, das um den erfahrenen Spielertrainer Marec Caspary sowie den nach einem halben Jahr Ausleihe aus Morbach zurückgekehrten Andre Manz stark besetzt ist. Unsereins sollte daran arbeiten, das Passspiel zu präzisieren und im Umschaltspiel sowie in puncto Cleverness einen Zahn zuzulegen.

Eines scheint sicher, beim Ausblick auf diese zwei brisanten Begegnungen: Es geht in eine entscheidende und richtungsweisende Saisonphase, in der sich Vieles entscheiden wird. Die Ligen sortieren sich und der Herbst bietet zudem noch interessante Duelle. Es kann hierbei nur gelten „Jetzt erst recht!“. Brust raus, Kopf einschalten und mit vollem Einsatz und Konzentration auf das Wesentliche in den Herbst!

Wir wünschen allen Beteiligten zwei faire und spannende Begegnungen!

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4. Spieltag: 10. September 2011                                                                       

Spfr. Thalfang - SV Hetzerath

An diesem Samstag empfangen die Sportfreunde Hochwald Thalfang das nächste schwere Kaliber der A-Klasse. Mit dem SV Hetzerath gastiert ein Meisterschaftsfavorit auf dem Thalfanger Kunstrasen, der im letzten Jahr von der Bezirksliga abgestiegen war.

In der zurückliegenden Runde konnte Hetzerath jedoch nicht den angepeilten Wiederaufstieg schaffen, weil der grandiosen Hinrunde (36 Punkte) eine durchschnittliche Rückrunde (19 Zähler) folgte. Wie es zu diesem regelrechten Absturz kam, lässt sich schwer erklären und obliegt nicht mir. Fakt ist, dass es auch in dieser Saison für das Ensemble von Trainer Christian Timm nur ein Ziel geben kann. Nach zwei Siegen gegen Aufsteiger Bernkastel und die ebenfalls schlecht gestartete SG Haag musste man zuletzt die erste Saisonniederlage einstecken, gegen den SV Gonzerath. In einem knappen Spiel unterlagen die heutigen Gäste unglücklich, wie herauszulesen ist.

Auf Seiten der gastgebenden Mannschaft gibt es viele Wunden zu lecken. Bittere Ausfälle (Leichtweiß und Kaufmann), drei Auftaktniederlagen und der Druck, vor heimischer Kulisse Wiedergutmachung betreiben zu müssen – dies alles nagt natürlich am Selbstvertrauen. Doch unser erfahrener Trainer Peter Petry und das Team wissen, wie man mit solchen Situationen umzugehen hat. Erinnern wir uns nur an die Rückrunde 2010 zurück, als man im letzten Moment mit einem Sieg gegen Platten das Ruder doch noch umriss. Oder die letzten beiden Spiele 08/09, als man mit zwei Remis gegen Binsfeld und Zeltingen den Klassenerhalt sicherte. Wie so vieles im Fußball, ist hier wohl ein kühler Kopf wieder gefragt. Die Ruhe bewahren und auf die eigene Stärke vertrauen (lesen Sie mehr dazu im Interview) – der Teamgeist und das spielerische Potenzial. Hetzerath ist ganz klar ein schwerer Gegner, gegen den wir aber in der letzten Spielzeit gute Spiele hingelegt haben. Im Hinspiel verlor man durch zwei zweifelhafte Elfmeter, im Rückspiel hatte man beim 0:0 weitgehend die Kontrolle über das Spiel.

Die Schwierigkeit wird wohl oder übel darin liegen, das Äußere, d.h. den Druck und die heftige Pleite aus dem Niederkail-Spiel, weitgehend auszublenden. Kopfsache würden viele sagen, aber wenn es so einfach wäre. Unser Team kann und muss nun zeigen, wie sie mit diesem Druck umgeht. Hier könnte vor allem eines weiterhelfen, was der Perty-Elf in den ersten drei Spielen aufgrund der oft skizzierten Chancenverschwendung nicht gelang: In Führung zu gehen.

Wir wünschen allen Zuschauern und Spielern ein faires und unterhaltsames Spiel!

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3. Spieltag, 04. September 2011:                                                
SG Niederkail - Spfr. Thalfang

Über den Qualitätssprung und dem Scheitern an sich selbst

Nach den zwei Auftaktpleiten treffen die Sportfreunde Thalfang I am ersten Wochenende im Monat September in Landscheid auf die SG Niederkail/Binsfeld/Landscheid.

Die beiden Mannschaften aus Landscheid und Binsfeld sind zur neuen Saison einen Verbund eingegangen und zählt natürlich wie jedes Jahr zu den absoluten Aufstigesfavoriten. Im letzten Jahr verpassten sie erneut knapp den Aufstieg, landeten 2 Punkte hinter mittlerweile Bezirksligist Niederemmel.

Das Team von Trainer Jörg Kröschel ist mäßig in die Saison gestartet. Nach dem Startsieg gegen die SG Haag verloren die Eifelaner am 2. Spieltag mit 1:2 auf dem Schackberg des SV Gonzerath. Dies zeigt aber einmal mehr wieder, wie ausgeglichenn die A-Liga diese Saison wieder wird. Hier kann beinahe jeder jeden schlagen. Viele Teams haben kräftig aufgerüstet und präsentieren sich in guter Frühform, sodass im Hinblick auf dieses Spiel beide Teams in einer gewissen Bringschuld stehen. Niederkail braucht neben dem guten Fußball, den sie schon über mehrere Jahre zu praktizieren wissen, vor allem Ergebnisse.

Genau so geht es den Sportfreunden. im 2. Spiel gegen Zeltingen wurde auf dem Thalfanger Kunstrasen ein packendes Duell mit gutem Fußball geboten. Nur scheitern die Jungs - und das scheinen sie mit Binsfeld gemein zu haben - zu oft noch an eigenem Unvermögen: Offensiv wie defensiv.

Darin liegt der Qualitätssprung. Effizienz im Abschluss und 90-minütige Zweikampfpräsenz und kompaktes Stehen im Defensivverbund, mit dem Abwehr und wohl gemerkt Mittelfeld einhergehen. Zu groß waren z.T. noch die Löcher, die unsereins im Spiel gegen Zeltingen offenbarte. Dies muss gegen die technisch wie taktisch stark aufgestellte Spielgemeinschaft unbedingt besser werden. 2. Punkt ist wie schon in der gesamten letzten Saison: Die Chancenverwertung. Für Zählbares unumgänglich, wie man in den ersten beiden Partien wieder einmal schmerzlich erfahren musste.

Wir wünschen allen Beteiligten ein faires und spannendes Spiel!

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2. Spieltag, 28. August 2011:                                                
Spfr. Thalfang - SV Zeltingen-Rachtig

Ein komischer Beigeschmack bleibt. Im Rückblick wie im Hinblick auf die nächsten Spiele. Das 2:3 steckt den Sportfreunden noch in Köpfen und Knochen, da wartet am letzten Augustsonntag ein schwerer Brocken, der SV Zeltingen-Rachtig.

In vielen Belangen kann man die Moselaner zu den Geheim- bzw. Mitfavoriten im Kampf um den Aufstieg zählen. Punkt 1, die Erfahrung. Seit etliche Jahren dabei, bieten die Zeltinger seit jeher schnellen und attraktiven Fußball, der sie zu einem schwer zu spielenden Gegner macht. Die Beweislage ist erdrückend, wenn man so will: 1:7 Tore, 0 Punkte in der letzten Runde. Lediglich zwei Punkte gab es unter Peter Petry, der bisher einzige Sieg zeugt von Anderle-Zeiten. Bei Betrachtung der Torstatistik fällt (ähnlich wie bei Mülheim) eines auf: Vorne hui, hinten pfui, wobei man beide Teams natürlich nicht vergleichen kann. Was die Zeltinger letztlich in den letzten Jahren davon abhielt, ernsthaft am Aufstieg teilzuhaben, ist aus den vielen Statistiken nicht herzuleiten. Weder Heimkomplex, noch Auswärtsschwäche, noch große Differenzen zwischen Hin- noch in Rückrunde, die doch bis 2009 noch zu erkennen waren, aber in den letzten Jahren in den Griff bekommen wurden.

Punkt 2 ist die nachrückende Jugend. Über Jahre hinweg zählen die Jugendteams des SV zu den stärksten ihrer Klassen, v.a. in den älteren Jugenden, was sich natürlich auch im Profibereich bemerkbar macht.
Die Petry-Elf tat sich bei den letzten Niederlagen vor allem damit schwer, frühen Rückständen hinterherzulaufen. Zeltingen nutzte dabei eiskalt seine Chancen und spielte danach sehr clever, während unsere Jungs vergeblich anrannten. Folgerichtig muss ein (früher) Rückstand möglichst verhindert werden - auf einen guten Start in das Spiel wird es wohl ankommen. Es zeigt sich, dass Zeltingen 2010/11 die letzten verlorenen Spiele alle nach frühen Rückständen verlor. Umgekehrt ist es genauso: Bei frühen Führungen geben sie selten ein Spiel aus der Hand (gutes Beispiel 4:1 gegen Binsfeld, Doppelschlag in 7. und 12. Minute) und spielen danach clever und abgezockt auf, was ihre Stärke zu sein scheint.

In Hälfte eins werden also wahrscheinlich die Würfel fallen. Wenn man mit einer kompakt-aggressiven Defensive die Null lange hält, womöglich sogar in Führung gehen kann, dann ist ein positives Ergebnis also durchaus möglich. Man sollte dem Gegner natürlich mit genügend Respekt und dem Wissen begegnen, um welches Kaliber es sich handelt. Angst hingegen ist aber der falsche Ratgeber. Vielmehr wird eine gesunde Mischung aus Mut und taktischer Cleverness, wie man beispeilsweise beim überraschenden 4:2-Sieg in Niederkail miterleben konnte, vonnöten sein. Die nächsten Wochen haben es mit Niederkail und Hetzerath in sich, Zeltingen wird der erste Gegner in diesen schweren Wochen sein.

Wir wünschen allen Beteiligten ein faires und spannendes Spiel!

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1. Spieltag, 21. August 2011:
Spvgg. Mülheim-Brauneberg - Spfr. Thalfang

König Fußball - Wie immer vor dem Saisonstart!

Die Bundesliga hat uns wieder, König Fußball regiert wieder die Welt. Auch in der A-Klasse wird das wieder so sein - Sonntag um 14.30 Uhr ist die Sommerpause endgültig vorbei.

Zuletzt konnte die Petry-Elf die 3. Runde des Bitburgerpokals erreichen, Bischofsdhron und Monzelfeld (beide B-Klasse I) wurden knapp und umkämpft besiegt. Auch die Testspiele gaben auch schon einige Eindrücke über die Vorform des Teams her. Den Siegen gegen Olewig, Morscheid, Gimbweiler (Kreisliga Nahe West 2) stand nur eine (bittere) Niederlage gegen Leiwen II gegenüber, eine durchaus positive Bilanz. Bitter ist auch der Ausfall von Stammstürmer Mike Kaufmann, der wohl etwas länger pausieren muss. Einige Fragezeichen tun sich daher zu Beginn der Saison auf.

Ob die Kaderbesetzung ausreicht wird wohl eine spannende Frage sein. Mit Sebastian Bollig und Max Pestemer stehen vorerst zwei Spieler der letzten Saison nicht mehr voll zur Verfügung, hinter Sturmtank Florian Schmidt und Simon Krause stehen mittelfristig gesehen studienbedingt wohl auch Fragezeichen. Mit Philipp Resch, Robin Blatt und Fabian Zender rücken dafür aber ambitionierte Spieler nach, sehnsüchtig wird der Rückkehr von Hichem Boughaba entgegengesehen, der die ganze Sommerpause lang an seiner Fitness arbeitete und ja die letzte Rückrunde komplett ausfiel. So ist mit Spannung zu erwarten, wie sich die Mannschaft mittelfristig zusammenstellt.

Vom Fußballerischen her zeigten die Sportfreunde in der Vorbereitung einiges, Gutes und noch Verbesserungswürdiges. Ein paar Punkte seien an dieser Stelle kurz angesprochen: Das Mittelfeld um Klein, Hoff und Leichtweiß zeigte sich phasenweise sehr kombinationssicher und eingespielt, wobei sich hier und da noch zu leichte Abspielfehler einschleichen. An der Chancenverwertung muss nach wie vor gefeilt werden, es bleibt das große Manko.
Die Defensive, in der Benedikt Hoff auch einige Male als Libero aushelfen musste, zeigte sich im Gegensatz dazu aber recht sicher (im den ersten beiden Pflichtspielen nur ein Elfmetergegentor).

Was man stellenweise auch gut bemerken konnte, war die Eingespieltheit des Teams, die - so scheint es - sich noch mehr verbessert hat in der Vorbereitung. Dies ist in der A-Klasse natürlich ein entscheidender Plusfaktor, man denke da einmal an die Anfangsphase der letzten Spielzeit zurück, als das Experiment "Viererkette" noch die ersten Spiele charakterisierte.

Mülheim, das gegen unseren letzten Pokalgegner in der Relegation mit 6:1 den Klassenerhalt sicherte, wird kein zu unterschätzender Gegner zu Saisonbeginn. Das Hinspiel gewannen die Grün-Weißen mit 3:0 nach 2 Standardtoren binnen 8 Minuten. Das Rückspiel verlor man mit 2:3 in Thalfang. Erwähnenswert bleibt die Offensive der Mülheimer, die mit 66 Toren als Abstiegskandidat eine echt Torfabrik war. Demgegenüber steht die löchrige Defensive, das unser Team wie im Hinspiel konsequent ausnutzen sollte. Ansonsten lässt sich noch nicht viel über den Gegner sagen, da auf der Vereinsseite nichts über dessen Vorbereitung geschrieben steht.

König Fußball ist nun (endgültig) zurück. Wie immer mit vielen Fragen, Ungewissheiten und Erwartungen vor dem Saisonauftakt der 4. aufeinander folgenden A-Klasse-Saison der Sportfreunde.

Wir wünschen allen Beteiligten ein faires und spannendes Spiel!

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Sonntag, 07. August 2011: Kreispokal (Bitburgerpokal)

Begegnungen:

SG Bischofsdhron  - Spfr. Thalfang I  um 18.00 Uhr in Gornhausen

Spfr. Thalfang II - DJK Morscheid II um 15.00 Uhr in Thalfang

Vorbericht:

Über Veränderungen, Standortbestimmung und vermeintliche Selbstgänger

Am 07. August 2011 ist es endlich wieder soweit: Die ersten Pflichtspiele für die Seniorenmannschaften der Sportfreunde Hochwald Thalfang stehen an. In der 1. Runde des Bitburgerpokals geht es für die 1. Mannschaft darum, den B-Ligisten SG Bischofsdhron auswärts zu besiegen. Für die 2. Mannschaft gilt es, den in gleicher Liga kickenden Rivalen aus Morscheid auszustechen. Wie sich bei genauerem Hinsehen analysieren lässt, sind die bevorstehenden Aufgaben alles andere als ein Selbstgänger.

Der FC Bischofsdhron konnte in der zurückliegenden Saison als Aufsteiger die Klasse halten und ließ Zell II und Büdlich-Breit hinter sich. Zur aktuellen Runde wurde mit Michael Herges ein ambitionierter Spielertrainer verpflichtet, der - z.B. mit Teambuilding am Erbeskopf - versucht, das Team weiter voran zu bringen. In den Testspielen wurde lediglich ein Sieg gegen einen B-Ligisten aus dem Kreis Rhein (nach 1:3-Rückstand!) erspielt, bei zwei Niederlagen gegen A-Liga-Aufsteiger Bernkastel und den langjährigen A-Ligist Haag. Das Manko scheint hier die fehlende Cleverness in der Defensive zu sein. So wurden z.B. gegen Bernkastel aus zwei Standardsituationen zwei Gegentore, die eine 1:0-Führung dann in eine Niederlage verwandelten. Oder gegen Haag, wo man binnen 5 Minuten gleich drei Gegentreffer kassierte. Ein Blick auf die Statistik bestätigt diesen Kritikpunkt: 51 Gegentreffer 10/11 bedeuteten die drittschlechteste Defensive der B-Klasse I hinter Burgen und Absteiger Breit.

Wo wir in der C-III-Klasse wären, wo sich die Spfr. Thalfang II mit Morscheid II messen. Werden die Morscheider auf dem Papier als vermeintlich schwächere Mannschaft taxiert, handelt es sich aber vielmehr um eine Duell auf Augenhöhe. Unsere 2. Mannschaft sucht in dieser Saison einen Neuanfang, nachdem die Rückrunde so enttäuschend verlief. Die Struktur der Mannschaft selbst hat sich weiter verändert. So wird Co-Trainer Jonas Grigo wegen Studiums am Sonntag eines seiner letzten Pflichtspiele für Thalfang II absolvieren; mit Bernd Kolz, Sven "Pochie" Michels und Alex Blatt haben drei langjährige TH2-ler den Verein verlassen, sodass man gespannt sein darf, wie sich das Team in der neuen Saison präsentieren wird. Christopher Marx und Keeper Eric Busch - übrigens von Morscheid gekommen - sind zwei perspektivreiche Neuzugänge, die unserem jungen Team sicherlich weiterhelfen können.
Morscheid zeigte sich vergangene Rückrunde als ein unangenehmer Gegner, der einigen Teams Punkte abstrotzte, so z.B. gegen Berglicht und unsere Wenigkeit. Vor allem die Defensive konnte sich erheblich steigern: 59 Gegentoren in der Hinserie standen 29 in der Rückrunde gegenüber.

Apropos gegenüberstehen. Der enen angesprochenen Defensivanfälligkeit Bischofsdhrons lassen sich aber auch die nicht zu unterschätzenden Stärken des Teams herauskristallisieren. Auf eigenem Territorium scheinen die Bischofsdhroner eine Macht. Der Gornhausender Hartplatz beschwerte ihnen 15 von 22 wichtige Zähler im Abstigeskampf. Ebenso erwähnenswert sei auch die für einen Abstiegskandidaten relativ gefährliche Offensive, die mit 36 Treffern sicherlich die Defensivschwäche einigermaßen ausgleicht und so wichtige Punkte bescherte. 14 Tore davon gehen auf das Konto von Top-Torjäger Stefan Schweigerer, der durchschnittlich ca. in jedem zweiten Spiel trifft. Schon im letzten Jahr traf man in der ersten Runde auf den heutigen Gegner, den man pflichtgemäß mit 3:1 bezwang.

Unsere 2. Mannschaft zog im letzten Jahr gegen Gielert mit 1:3 den Kürzeren, zeigte aber in diesem Spiel eine beherzte Leistung. Dies ist wohl auch der Kernpunkt, auf den es im Duell gegen Morscheid ankommen wird. Leidenschaft und Kampf, die Grundtugenden von Thalfang II. Allzusehr und allzuoft ließ die Truppe von Spielertrainer Alex Bonertz diese Eigenschaften, die in der Hinrunde so charakteristisch für deren Spiel war, im Frühjahr dieses Jahres vermissen. Darauf wird aber mit der "etwas anderen" Vorbereitung hingearbeitet. Der Spaß am Fußball soll wieder zurückkehren! Die Stimmung im Team ist gut und konzentriert, die Leistung wird sich dann am Sonntag auf dem Platz zeigen. Da es kein Testspiel gab, abgesehen vom Spiel in Breit gegen Nell's Park, ist die Leistungsfähigkeit des Teams schwer einzuschätzen. Der Wille und die Motivaton sind da, das Fußballerische wird sich in der nächsten Zeit zeigen.

Vor dem Spiel der Ersten sind die Voraussetzungen, zumindest was die Offensive angeht, nicht gerade die günstigsten. Stürmer Fivo sowie Mike Kaufmann loborieren zur Zeit an Knieverletzungen, weshalb ihr Einsatz am Sonntag fraglich ist. Nach dem guten Start in die Vorbereitung (3:1 gegen Olewig, 4:0 gegen Morscheid), verlor man jüngst gegen die 2. aus Leiwen mit 0:1, bei dem das Manko der Sportfreunde wieder einmal zum Vorschein kam: Die Chancenverwertung. Ballbesitz und Dominanz waren durchaus vorhanden, nur nützt dies reichlich wenig, wenn vorne das Netz nicht wackelt. Doch daran arbeitet die Petry-Elf, die in einigen Testspielen attraktiven Fußball auf das Tablett bringen konnte, eifrig. Wenn nun die Effizienz verbessert werden kann, sind die Grünhemden auf einem guten Weg. So sollte man, worauf es v.a. im Pokal ankommt, gegen die zuhause gefährliche Heimelf mit voller Power ins Spiel gehen, um nicht den Hauch einer Hoffnung bzw. Chance aufkommen zu lassen. Pokalspiele bergen immer wieder Überraschungen, weshalb Aggressivität und das Spiel gegen den Ball, welches ja zuletzt auch stark verbessert wirkte, eine tragende Rolle spielen werden.

Fest steht: Beide Teams haben in der Vorbereitung fokussiert und ambitioniert an ihren Schwächen, aber auch Stärken gearbeitet und gefeilt. Natürlich wird es aber (wie immer zu Saisonbeginn) eine Zeit lang dauern, bis man prognostisch abschätzen kann, wo das Leistungspotenzial der Teams liegt und wo es noch hingehen kann. Nach dieser ersten Reifeprüfung, oder vielleicht sogar Standortbestimmung, werden Fans, Trainer und vor allem Spieler mehr wissen. "Entscheidend ist auf dem Platz", sagte Sepp Herberger. Recht hat er.

Bis dahin: Allen Beteiligten ein faires und spannendes Spiel!

 

 


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